Diverses Opel bittet Kanzlerin um Hilfe

Parkplatz als Mangelware

Parkplatz als Mangelware© fotolia.com

Der Autohersteller Opel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe für die Automobilindustrie in Europa gebeten. Die Europäische Investitionsbank solle ein Kreditprogramm in Höhe von 40 Milliarden Euro auflegen, um den schleppenden Absatz von Neuwagen zu fördern.

Dazu solle es in Deutschland eine Verschrottungsprämie für mehr
als zehn Jahre alte Autos sowie zinsgünstige Verbraucherkredite zum
Kauf von Neuwagen geben, bestätigte ein Opel-Sprecher einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Autohersteller sollen damit in die Lage
versetzt werden, neue und umweltfreundlichere Modelle zu entwickeln.
Das Schreiben vom vergangenen Freitag hätten der Europa-Präsident von
General Motors und Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Peter Forster,
Opel-Chef Hans Demant sowie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus
Franz unterzeichnet.

Die europäische Automobilmarkt leidet angesichts der
Verunsicherung der Verbraucher und Unternehmen in Folge der
Finanzkrise unter sinkender Nachfrage. Mehrere Hersteller hatten
daher bereits vorübergehende Produktionskürzungen beschlossen. Auch
in den USA fordern Autohersteller staatliche Unterstützung.

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Unterdessen hat der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) seinen
Europa-Managern nach einem Bericht der „Financial Times
Deutschland“ einen deutlichen Sparkurs auferlegt. Der
angeschlagene US-Autokonzern verlange, dass GM Europa nächstes Jahr
750 Millionen Dollar einspart, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef
Klaus Franz der Zeitung. Der Opel-Sprecher bestätigte Gespräche über
die Anpassung des Angebots an die gesunkene Nachfrage.

In diesem Jahr habe GM Europa mit Belastungen von rund 1,6
Milliarden Dollar zu kämpfen, sagte Franz. Allein durch das starke
britische Pfund seien beim Autoverkauf in Großbritannien
Währungsnachteile von 1 Milliarde Dollar entstanden. Weitere 650
Millionen kämen durch die gestiegenen Rohstoffpreise hinzu.

Es werde darüber gesprochen, wo eingespart werden könne und was
die Belegschaften bereit sind, in die Waagschale zu werfen, sagte
Franz. Im Gegenzug müsse es Produktionszusagen für europäische Werke
geben. Zugleich kritisierte er, dass GM durch globale Verrechnung
Verluste aus den USA nach Europa abschiebe. „Wir werden keinerlei
Kompensation von Verlusten verhandeln, die nicht hier entstanden
sind“, sagte er. „Wir werden keinen Cent generieren, damit GM
weiterhin Cash verbrennt.“

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