Diverses Ordentliche Geschäfte

Mit einer neuen Idee erzielen Gründer gute Umsätze: Sie sorgen für Ordnung in Firmen und Privathaushalten. Der Markt boomt.

Sechs Textentwürfe druckt ein Büroangestellter im Schnitt aus, bevor er eine Mail aussendet. Das fanden unlängst die britischen Marktforscher Abigail Sellen und Richard Harper heraus. Ihre Studie „Mythos
Papierloses Büro“ weist nach, dass E-Mails
den Papierverbrauch um 40 Prozent erhöhen.

Derzeit schwärzen Laserdrucker und Kopierer in Deutschland jährlich rund 800.000
Tonnen Papier. Das Chaos in deutschen
Büros nimmt täglich zu.

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Was für den einen ein tägliches
Ärgernis bedeutet, ist für den anderen
eine hervorragende Geschäftschance.
Dies dachte sich auch Karin Steffen-Maurer aus Freiburg und startete vor vier Jahren ihr Unternehmen Picobello. Die 44-jährige Diplomkauffrau schafft Ordnung. In Firmen sortiert sie Unterlagen, managt E-Mails und
optimiert Arbeitsabläufe wie Ablage und Wiedervorlage. Und dies mit Erfolg.
Ihr geplantes Umsatzplus für
2005: rund 30 Prozent.

Aber nicht nur für Büro-Dienstleister
entstehen lukrative Wachstumschancen
– auch professionellen Ordnungsspezialisten
für Privathaushalte winken
glänzende Geschäfte. Denn auch
das Chaos zu Hause nimmt zu.

Riesiges Wachstum

Von der steigenden Ordnungsliebe
profitiert beispielsweise die Firma
Shurgard. „Wir lagern alle Dinge, die
unsere Kunden nur temporär benötigen
oder die sie aus anderen Gründen
(Wasserschaden, eine Trennung oder
ein Umzug) kurzfristig unterbringen
müssen“, erklärt Marketingmanagerin
Ferdinande Epping. So stapeln
sich beispielsweise Cabrio-Dächer,
Surfbretter, Büromöbel oder Akten in
den Lagern des Dienstleisters.

Die
Idee kommt an: Das US-Unternehmen
ist bereits mit neun Standorten
in Deutschland vertreten (Geschenk auswählen und online abonnieren

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