Diverses Oscars bäriger Bruder

Eines war Berlin lange Zeit wohl nicht: glamourös. Inzwischen aber präsentiert sich die Hauptstadt zunehmend internationaler: Künstler aus aller Welt zieht es nach Berlin und die Stadt dient häufig als Filmkulisse. Auch die Berliner Filmfestspiele, die Berlinale, haben längst ihr altbackenes Image abgelegt und sind bei vielen Stars fest eingeplant. Vom 7. bis zum 17. Februar dreht sich in der Hauptstadt wieder alles um die begehrte Bärentrophäe - und den Besuchern bietet sich ein abwechselungsreiches Programm.

Die Berlinale ist mittlerweile nicht nur das größte Kulturereignis der Stadt und eines der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie. Mit über 200.000 verkauften Eintrittskarten ist die Berlinale vor allem auch das weltweit größte Publikumsfestival. Dann haben die Besucher gute Chancen, den Stars der Brancheganz nahe zu kommen: entweder als Autogrammjäger am roten Teppich oder ganz unverbindlich in einem der vielen Berliner Restaurants und Bars. Kunst, Glamour, Party und Geschäft liegen in Berlin zwei Wochen lang eng beieinander.

Das öffentliche Programm der Berlinale zeigt außerdem auch in diesem Jahr etwa 400 Filme, darunter alle Genres, Längen und Formate. Auf dem Programm stehen Filme, die für die große Leinwand gemacht sind und das Zeug haben, ein breit gefächertes Publikum zu begeistern, aber auch kleine Produktionen. Außerdem zeigen die Veranstalter in diesem Jahr 18 Weltpremieren.

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Das Filmprogramm der Berlinale gliedert sich insgesamt in sechs Sektionen: Independent und Arthouse gibt es im Panorama, besonderes Kino speziell für ein junges Publikum in der Sektion Generation, spannende Neuentdeckungen aus der deutschen Filmlandschaft in der Perspektive Deutsches Kino, ein geschärfter Blick auf noch weitgehend unbekannte Filmländer und experimentelle Formen im Internationalen Forum des Jungen Films sowie die vielfältige Erkundung filmischer Möglichkeiten in den Berlinale Shorts, dem Kurzfilmfestival der Berlinale.

Ergänzt wird das Programm durch eine Retrospektive sowie eine Hommage, die sich auf das Lebenswerk einer großen Filmpersönlichkeit konzentriert. Die 58. Berlinale ehrt anlässlich seines 25. Todestages den 1983 verstorbenen spanischen Regisseur Luis Buñuel mit einer umfassenden Werkschau seiner Filme. Hinzu kommen Arbeiten, bei denen er als Regieassistent, Drehbuchautor oder Produzent tätig war. Ergänzend zum Filmprogramm findet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen statt.
Der Verkauf der Tickets für einzelne Vorführungen ist etwa zwei Tage vor Berlinale-Beginn an bekannten Vorverkaufsstellen oder online möglich. Das komplette Programm der Berlinale 2008 wird rechtzeitig auf www.berlinale.de veröffentlicht.

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