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Firmen können sich jetzt per Lizenzvertrag die besten Uni-Erfindungen sichern. Der schnellste Weg führt über Patentagenturen.

Ein Rollstuhllift in der Reisetasche
ist im Jahr 2004 das Produkt-
Highlight des Medizintechnikherstellers
B. Braun AG Melsungen. Mit dem
faltbaren Gerät aus Aluminium lassen
sich Rollstuhlfahrer ohne große Kraftanstrengungen
von einer Begleitperson
etwa ins Zugabteil heben.

Einen riesigen Markterfolg hat die
Sunways AG Photonics mit ihrer
transparenten Solarzelle. Dank der innovativen
Stromfabrik für die Hausfassade
steigerte das Konstanzer Unternehmen
im zweiten Quartal 2003
seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahrszeitraum
um satte 60 Prozent.

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„Traffic-Sensor“ heißt der Technologieknüller
der Firma Votronic
GmbH im saarländischen St. Ingbert.
Der robuste und kostengünstige
Winzling zeigt in Parkhäusern an, wo
Plätze frei sind, schaltet Ampeln ohne
aufwendige Induktionsstreifen je nach
Verkehrslage, steuert an Ein- und Ausfahrten
die Schranken. Seine Kunstfertigkeit
zieht der Sensor aus der Physik:
Er registriert Veränderungen des
Erdmagnetfelds durch metallische
oder elektrisch betriebene Objekte.

Die innovativen Produkte stammen
alle aus bundesdeutschen Hochschulen.
Den Kontakt dahin bekamen die
Firmen über die so genannten Patent und
Verwertungsagenturen (PVA).
Davon gibt es 20 in Deutschland, vom
Forschungsministerium initiiert und
aus dem Versteigerungserlös der
UMTS-Mobilfunklizenzen bislang
mit 36 Millionen Euro finanziert.

Ihre
Aufgabe: Innovationen in Unis aufspüren,
durch Patente schützen und
per Lizenz Unternehmen zugänglich
machen. „In England funktioniert das
schon seit mehr als zehn Jahren“, weiß
Alfred Schillert, Chef der Provendis
GmbH in Mülheim und für den Technologietransfer
aus NRW-Hochschulen
zuständig.

Seit Anfang 2002 sind die Agenturen
bei uns aktiv und haben bereits
mehr als 500 Erfindungen zum Patent
angemeldet. Sie agieren in aller Regel
als eigenständige GmbH, zu den Gesellschaftern
gehören oftmals Universitäten
und das jeweilige Bundesland.
Über ein Netzwerk, die Technologieallianz,
kooperieren die Agenturen bei
der Vermarktung der Patente.
Der Erfolgsdruck ist dabei derzeit
besonders hoch. Die Förderung aus
dem Forschungsministerium ist nämlich
nur bis Ende 2003 festgeschrieben.

Den kompletten Artikel lesen Sie in in der Novemberausgabe von impulse – jetzt im Handel.

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