Diverses Pharma-Mittelständler fordern Systemwechsel bei Krankenkassen

In der ersten Woche nach der Bundestagswahl hat die mittelständische Pharma-Industrie die künftige Regierung zu einem Systemwechsel in der Krankenversicherung aufgefordert.

In der ersten Woche nach der Bundestagswahl hat die mittelständische Pharma-Industrie die künftige Regierung zu einem Systemwechsel in der Krankenversicherung aufgefordert. „Die an Kostendämpfung orientierte Politik ist gescheitert“, sagte der Chef des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Bernd Wegener, in Berlin. Der BPI tritt für ein Standardpaket plus freiwillige Zusatzversicherungen ein. Die Unterscheidung in private und gesetzliche Krankenkassen solle aufgehoben werden.

Familienangehörige wären dann nicht mehr beitragsfrei mitversichert. Nach den Vorstellungen des BPI soll der soziale Ausgleich außerhalb des Systems stattfinden. „Das könnte beispielsweise über höheres Kindergeld oder Steuergutschriften geschehen“, sagte Wegener. So genannte Kopfbeiträge sollen den Wettbewerb zwischen den Versicherungen sichern. Durch den Verzicht auf Risikoprämien soll ein „Rosinenpicken“ ausgeschlossen werden.

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Der BPI forderte die Bundesregierung auf, ihre Gesundheitspolitik mittelstandsfreundlicher zu gestalten. „Nur 40 Prozent der Medikamente auf dem deutschen Markt kommen aus deutscher Produktion“, sagte Wegener. Die mittelständischer Pharma-Industrie leide unter zu starker Reglementierung, kritisierte er. dpa

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