Diverses Platz zum Denken

Die besten Ideen entstehen durch Kommunikation jenseits üblicher Konferenzroutine. Weitsichtige Chefs fördern diesen Dialog ganz gezielt.

Stefan Ambrozus residierte mit seiner Firma noch kein halbes Jahr im neuen Loftbüro am Kölner Neptunplatz – da hatten sich schon lauter informelle Treffpunkte gebildet. „Zum Beispiel sitzen wir für kurze Besprechungen oft auf der offenen Treppe, die zu meinem Büro auf der Empore führt“, erzählt der Industriedesigner, der mit vier Mitarbeitern Küchengeräte für Miele sowie Glas und Porzellan für Villeroy & Boch entwirft.

Und im Sommer trifft sich das ganze Team zur Frühstückssitzung auf der 30 Quadratmeter großen Dachterrasse. „Für uns spielt Gedankenaustausch eine große Rolle“, sagt Ambrozus, „dafür brauchen wir einen Ort, wo wir uns wohl fühlen und uns gerne aufhalten.“

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So unkompliziert wie im Studio Ambrozus läuft der Kommunika­tionsfluss längst nicht in allen Unternehmen. Und das hat nicht nur mit mehr oder weniger formaler Unternehmenskultur zu tun. Tatsächlich erweist sich vielfach schlicht die Einrichtung von Büroräumen als Bremsklotz für kreativen und offenen Austausch von Meinungen und Ideen.

„Mit Möbeln lässt sich Kommunikation komplett unterbinden – oder zu neuem Leben erwecken“, sagt Stefan Rief, vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. „Da liegt riesiges Potenzial brach, das sich Unternehmer mit überschaubarem Aufwand erschließen können“, bekräftigt Sven Wingerter, Geschäftsführer der Berliner Eurocres GmbH.

Abwechslung bringt Ideen

Wingerter berät Firmen dabei, Büros so zu gestalten, dass die Mitarbeiter intensiver und effizienter miteinander kommunizieren. Bei der Gelegenheit trifft er immer wieder auf die gleichen Anachronismen: „Alte Tische und Stühle, Menschen in engen und dunklen Schachtelbüros, eine kreative Atmosphäre kann da nicht entstehen.“

Richtig wäre, den Mitarbeitern verschiedene Plätze zum Arbeiten ­anzubieten. Eine ruhige Ecke zum Nachdenken, den Stehtisch für kurze Besprechungen. Wingerter: „Wer zum Lesen aufs Sofa in der Kaffeeecke umzieht, wird viel eher von Kollegen angesprochen.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 84, nachlesen.

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