Diverses Probleme beim Kostenmanagement

Wie Sie Ihren Kapitalbedarf ermitteln

Wie Sie Ihren Kapitalbedarf ermitteln

Mittelständler machen bei Kostensenkungen viele Fehler. Folge: Die Ergebnisse bleiben hinter den Erwartungen zurück.

Deutsche Mittelständler unternehmen
große Anstrengungen, um Kostensenkungsmaßnahmen durchzuführen. Sehr
häufig setzen sie jedoch veraltete Instrumente ein. Die so erzielten
Ergebnisse bleiben oftmals hinter den Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte & Touche unter mittelständischen
Unternehmern aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem
Dienstleistungssektor.

Mehr als 60
Prozent der befragten Unternehmen geben an, Kosten einzusparen, indem
sie ihre Produktionsstätten in so genannte Niedrig-Lohn-Länder
verlagern. Die Zufriedenheit der Unternehmer mit dem Erfolg der eingesetzten Methoden ist allerdings unterschiedlich.
Unternehmer aller Branchen bewerten die Prozessoptimierung und den
Abbau von Arbeitskräften als wirkungsvollste Maßnahmen. Enttäuscht
sind sie über die Ergebnisse des Outsourcing. Vor allem für die
Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe ergeben sich durch die
Auslagerung von IT-, Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen kaum
Einsparungen.

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Zur Ermittlung der Kosteneinsparpotenziale verwenden die
Unternehmen meistens veraltete, vergangenheitsbezogenen Kennzahlen, so die Studie.
Sie vernachlässigen dagegen wertorientierte, zukunftsgerichtete
Kennzahlen ebenso wie Kennzahlen zur Kundenprofitabilität und
Mitarbeiterzufriedenheit. Gerd Schwarz, Kostenmanagement-Experte bei Deloitte & Touche: „Die
Unternehmer vergessen häufig, dass ihre Kunden und ihre Mitarbeiter
ihr wichtigstes Kapital sind. Die dafür
benötigten Daten lassen sich nur teilweise aus dem Rechnungswesen
ermitteln. Sie müssten durch regelmäßige Befragungen der Kunden und
Mitarbeiter ergänzt werden.“

Generell sind die Manager mit den ihnen zur Verfügung stehenden
Informationen unzufrieden. Selbst bei relativ leicht zu beschaffenden
Daten, wie beispielsweise Lagerbeständen, bestehen
Informationsdefizite. Laut Studie werden Produkt- und
Marktentscheidungen häufig aus dem Bauch heraus getroffen. Die
hauseigene Controllingabteilung ist meist mit der Erstellung von
Zahlenkolonnen und Routinetätigkeiten beschäftigt und wird bei
strategischen Entscheidungen nur selten befragt.

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