Diverses Profit nach Maß

Ob Gesichtskontrolle oder Fingerabdruck: Biometrie bietet Unternehmen ein kräftiges Umsatzplus. impulse zeigt die zahlreichen Geschäftschancen.

Auf diesen Augenblick hat Constantin van Reimersdahl (Foto) vier Jahre gewartet: Im April 2005 startete der Geschäftsführer der Hanauer Veranstaltungsagentur Eventmediapartner GmbH mit dem Verkauf biometrischer Zugangskontrollen. Das in Österreich entwickelte System hatte er schon im Jahr 2001 entdeckt. „Aber erst jetzt war die Technik reif für den Alltagseinsatz“, berichtet van Reimersdahl. In den ersten zwei Monaten nach Verkaufsstart machte er gleich 100.000 Euro Umsatz. Für das kommende Jahr rechnet van Reimersdahl schon mit 1,3 Millionen Euro Umsatz.

Biometrie eröffnet jetzt vielen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Firmen aus der Sicherheitsbranche können ihren Kunden damit kostengünstige und effektive Schutzmaßnahmen bieten. Hersteller von Haushaltsgeräten machen die Bedienung ihrer Apparate komfortabler und sicherer. Einzelhändler binden durch Bezahlverfahren per Fingerprint ihre Kunden stärker an sich. Und Dienstleister kommen mit neuen Service-Ideen an lukrative Aufträge.

Anzeige

Fingerabdruck- und Gesichtserkennung ganz vorne dabei

„Biometrie zählt zu den aussichtsreichsten Wachstumsmärkten“, weiß Stefan Heng, Analyst bei der Deutsche Bank Research in Frankfurt. Nach einer Prognose der Schweizer Marktforscher Soreon Research wächst der Biometrie-Markt in Deutschland von bescheidenen zwölf Millionen Euro im Jahr 2004 bis zum Jahr 2009 auf satte 377 Millionen Euro. Ganz vorne dabei sind Fingerabdruck- und Gesichtserkennung. Voraussetzungen für den Geschäftserfolg: erstens, einfache Bedienbarkeit. Zweitens, Vertrauen schaffen durch sicheren Datenschutz. Und drittens, dem (Firmen-)Kunden die Vorteile der teuren Technik aufzeigen – denn selbst viele Unternehmer haben die Möglichkeit der neuen Technologie noch nicht erkannt.

Wie Biometrie (zusammengesetzt aus dem griechischen „bios“ für Leben und „metron“ für Maß) in den nächsten Jahren unser tägliches Leben verändern wird, stellte die Europäische Kommission jüngst in einem Report dar – und gibt Unternehmern damit zuhauf Ideen für neue Anwendungen: Das Auto lässt sich nur per Fingerabdruck starten, was vor Diebstahl schützt. Elektroherde lassen sich nur per Handscan von Erwachsenen einschalten. Kindergärtnerinnen geben ihre Schützlinge nur an zum Abholen befugte Personen heraus. Dabei hilft eine Gesichtskontrolle.

Die Technik dahinter ist schnell erklärt: Zum Erstellen eines biometrischen Profils erfasst ein Scanner oder eine Kamera Punkte der Fingerlinien oder des Gesichts. Das System wandelt die Daten in eine Formel um und speichert das Ergebnis verschlüsselt als so genanntes Template. Eine solche Schablone wird auch bei jeder Kontrolle produziert und mit dem abgespeicherten Template verglichen.

Alle hier genannten Studien, Grundlagen zum Thema Biometrie und Kontaktadressen für Unternehmer

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 42, nachlesen.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...