Diverses Rauschende Ballnacht

Die WM in Südafrika steht vor der Tür. Jeder Ballbegeisterte stellt sich unwillkürlich die Frage: Wo soll ich dem Jahresereignis frönen? In vielen Städten laden Public-Viewing-Plätze zum Gruppenfest ein - doch Berlin hat noch mehr zu bieten.

Football is coming home – was für ein Quatsch! Wer heute Fußball live erleben möchte, der geht nach draußen. Und zwar nicht ins Stadion sondern zur nächsten Public-Viewing-Veranstaltung. Dort können Sie mit Tausenden anderer Fans zu Getränken ihrer Wahl – meistens dürfen Sie sogar Ihren Lieblings-Liegestuhl mitbringen – die Spieler in überdimensionaler Größe bewundern.

Und das macht wesentlich mehr Spaß als in öden Stadien zu sitzen, deren Architektur mehr an Gefangenenlager als an Sport erinnert. Zusätzlich können Sie sogar wählen ob Sie sich zum Bad in der Enge genau dort hin stellen/setzen/legen, wo noch ganz viele andere Menschen Emotionen und Schweiß versprühen oder sich das Geschehen auf der Großbildleinwand lieber aus einer ungestörten Ecke anschauen. Wenn dann die deutsche Mannschaft ein Tor schießt, können Sie sich immer noch überlegen ob Sie ihren Liegestuhl vor lauter Freude zu Klump hauen.

Falls Sie in Berlin sind, dann sollten Sie am Wochenende unbedingt zum Olympiastadion fahren. Dort werden täglich etwa 200.000 Menschen erwartet. Das Internationale WM-Fanfest Berlin findet vom 11.06.-18.06.2010 am Olympischen Platz und vom 23.06.-11.07.2010 auf der Straße des 17. Juni statt. Bei der letzten WM 2006 wurden auf dieser Veranstaltung etwa 9 Millionen Menschen gezählt – das war europäischer Rekord.

Wenn Sie sich aber zwischen dem ganzen Gekicke auch mal eine Auszeit gönnen wollen – dann gehen Sie einfach ins Haus der Kulturen in der John-Foster-Dulles-Allee 10. Dort finden zwar ebenfalls Übertragungen statt – aber auch ganz viele Veranstaltungen, die mit dem Gastgeberland Südafrika in Verbindung stehen. Mein ganz persönlicher Tipp: Setzen Sie sich eine möglichst bunt verspiegelte Sonnenbrille auf die Nase.

Musik wird Ihnen dabei von Acts aus Benin, Mali und Angola um die Ohren gehauen. Auch Lesungen afrikanischer Autoren stehen auf dem Programm. Und mit einem großen Angebot von DJ-Sets und Partys können Sie sich ganz individuell auf die Prime-Time-Spiele eingrooven.

Und falls sie das Runde auch mal höchstpersönlich ins Eckige befördern wollen: Das Haus der Kulturen bietet sogar Platz für aktive Kicker – oder andere Menschen die sich ganz plötzlich zum Ball hingezogen fühlen. Auf der Dachterrasse ist eine Straßenfußballarena aufgebaut.

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