Diverses Regulierungsbehörde verfügt Porto-Senkung – Post-Aktie bricht ein

Die Deutsche Post muss das Porto im Brief- und Postkartenbereich zum 1. Januar 2003 absenken. Die für die Preisgestaltung des Portos zuständige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gab diese Entscheidung am Mittwoch in Bonn bekannt.

Die Deutsche Post muss das Porto im Brief- und Postkartenbereich zum 1. Januar 2003 absenken. Die für die Preisgestaltung des Portos zuständige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gab diese Entscheidung am Mittwoch in Bonn bekannt.

Für den Verbraucher verbilligen sich die Gebühren im Monopolsektor der Post um netto 4,7 Prozent (nominal 7,2 Prozent). Wo genau die Post die Preise senkt, bleibt ihr überlassen. Die Post errechnete Ertragseinbußen von 300 Millionen Euro jährlich und bis 2007 von 1,5 Milliarden Euro.

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An der Börse brach der Kurs der „Aktie Gelb“ am Mittwochvormittag um 4,39 Prozent auf 12,63 Euro ein.

Die Post nannte die Entscheidung „nicht nachvollziehbar“. Betroffen von der Wertvernichtung seien der Bund als Großaktionär und rund 850.000 Privataktionäre. Der Konzern müsse nun Kostensenkungsmöglichkeiten mit Einsparungen im Filialnetz, bei Briefkästen und Beschäftigten ausschöpfen.

Die Post hat formal noch Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor die
Regulierungsbehörde ihre endgültige Entscheidung am 26. Juli 2002 im
Amtsblatt veröffentlicht. Eine Änderung der Entscheidung sei nicht
mehr zu erwarten, hieß es aus Branchenkreisen.
dpa

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