Diverses Rekord-Pleitewelle in Deutschland: Anstieg um 16,4 Prozent

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im vergangenen Jahr auf den Rekordstand von 37.000 gestiegen. Das gab der Informationsdienstleister Creditreform heute bekannt.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im vergangenen Jahr
um 16,4 Prozent auf den traurigen Rekordstand von 37.700 gestiegen und damit
noch mehr als von Experten erwartet. Das gab der Informationsdienstleister
Creditreform heute bekannt.

Inklusive der privaten Insolvenzen stieg die Zahl sogar um 66,4 Prozent auf
82.400 Insolvenzen. Damit nahmen Zahlungsunfähigkeiten in Deutschland so
stark zu wie in keinem anderen westeuropäischen Land.

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Anfang Dezember hatte Creditreform noch mit 37.000 Unternehmensinsolvenzen
in Deutschland im Jahr 2002 gerechnet. Für 2003 rechnet das Institut mit
40.000 bis 42.000 Pleiten.

Europaweit verzeichnete Creditreform im abgelaufenen Jahr 150.275
Insolvenzen, ein Plus von 10,7 Prozent. Inklusive Privatinsolvenzen stieg
diese Zahl auf 240.977, ein Anstieg um 21,7 Prozent. Am deutlichsten
getroffen habe es europaweit wie schon im Jahr zuvor den Mittelstand: zwei
Drittel waren kleine und mittlere Betriebe.

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