Diverses Rentensicherheit trotz Firmenpleite

Beinahe täglich gibt es neue Schreckensmeldungen aus der Wirtschaft. Nicht betroffen von einer Insolvenze ist die betriebliche Altersvorsorge. Die Rentenhöhe kann jedoch geringer ausfallen als erwartet.

Arbeitgeberfinanzierte Betriebsrenten werden selbst dann ausgezahlt, wenn der frühere Arbeitgeber insolvent ist. „Der Pensions-Sicherungs-Verein übernimmt im Regelfall die laufenden Auszahlungen und die angesparten Guthaben, sofern die Betriebsrente direkt vom Arbeitgeber oder von einer Unterstützungskasse gezahlt wird“, sagt Rolf Duben vom Finanzdienstleister Delta Lloyd.

Das gilt, solange von Seiten des Arbeitnehmers alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt sind. So muss ihm beispielsweise die Betriebsrente bereits mindestens fünf Jahre früher zugesagt worden sein. Auch die betriebliche Altersvorsorge via Entgeltumwandlung ist sicher – sie wird nur aus dem Gehalt des Arbeitnehmers finanziert.

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Verluste der betrieblichen Altersversorgung wie in den USA sind in Deutschland aus mehreren Gründen nicht zu befürchten: In Deutschland sind die Einzahlungen sicher und stehen als Kapitalstock zur Verfügung. Zudem dürfen Anbieter von Altersvorsorgeprodukten hierzulande nur einen geringen Teil des Kapitals in Aktien oder riskante Produkte investieren. Damit ergeben sich zwar nur schmale Renditen, große Verluste sind aber unwahrscheinlich.

Allerdings: „Arbeitgeber haben in Krisenzeiten das Recht, die Einzahlungen auf eine Betriebsrente zu kürzen oder einzufrieren“, so Duben. Für die Arbeitnehmer kann das bedeuten, dass die Betriebsrente geringer ausfällt als vereinbart.

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