Diverses Rezzo Schlauch trifft den Mittelstand

Nur 12 Prozent der deutschen Mitarbeiter arbeiten mit voller Kraft

Nur 12 Prozent der deutschen Mitarbeiter arbeiten mit voller Kraft

Clements Mann für den Mittelstand stellt sich den Unternehmern: Beim Mittelstandsgipfel von impulse und Dresdener Bank in Bonn. Wie der grüne Staatssekretär dem Mittelstand helfen will, hat er schon dargelegt.

Schlauch ist ähnlich rührig, wie sein Chef Wirtschaftsminister Wolfgang
Clement. Jetzt wird er sich in einem von sechs Diskussionsforen beim
Mittelstandstreffen „Mind Change 03“ am 27. März in Bonn den Fragen des
Mittelstands stellen.

Dass dessen Lage prekär ist, weiß der Grüne. Auch über die Wichtigkeit des
Mittelstands ist er sich im Klaren. „Der Mittelstand bietet 70 Prozent der
Arbeitsplätze und über 80 Prozent der Ausbildungsplätze an“, sagt Schlauch.
Damit das so bleibt, hat er schon zu Beginn des Jahres seine
„Mittelstandsoffensive 2003“ vorgestellt.

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Kernpunkte: Mehr Existenzgründungen durch steuerliche Sonderregeln,
Befreiung von Kammergebühren und bessere soziale Absicherung für
Unternehmer. Insbesondere beim Wegfall der Kammergebühren, findet er zwar
Rückhalt bei seinem Minister und dem Kanzler. Allerdings machen die
Handwerkskammern und die IHKs bereits mächtig gegen diese Idee mobil. Ihr
Argument: Gerade sie würden doch die Gründer fördern.

Darüber hinaus setzt sich Schlauch für verkürzte Lehren für „praktisch
Begabte“ ein. Ein vehementer Reformwunsch der Unternehmer. Hier wird er sich
allerdings auf Widerstand der Gewerkschaften einrichten dürfen. Deren
Befürchtung: Neuer Niedriglohnsektor und das Ende der Qualitätsausbildung.

Auch in Sachen Finanzierung und Bürokratieabbau hat Schlauch sich schon
vorgewagt. Ob weit genug, werden ihm die Chefs schon sagen, wenn es in Bonn
um das Verhältnis von Staat und Mittelstand geht.

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