Diverses Richard Branson – Geht nicht gibt’s nicht!

In "Geht nicht gibt’s nicht!" erzählt der britische Milliardär Richard Branson, wie er nach oben kam: Er legte jede Scham ab und wurde selbst zur Marke.

Der Mann betreibt eine Airline, mehrere
Bahnlinien, einen Weinhandel,
er verkauft Brautkleider, betreibt
Kinos, eine Limonadenmarke und ist
im Mobilfunkbusiness. „Kernkompetenz,
Kernkompetenz“, predigt die herrschende Lehre: Ginge es nach der BWL, müsste
Richard Branson längst pleite sein – weil
er sich total verzettelt hat.

Doch Richard Branson ist Multimilliardär.
Der Brite gebietet über ein Reich von
250 Firmen mit 50 000 Mitarbeitern in
allen nur denkbaren Branchen. Fast im
Wochentakt eröffnet der geniale Selbstdarsteller
neue Geschäfte: Als er eine
Brautmodenkette einweiht, steigt er in
ein Brautkleid. Zum Start des Mobilfunkgeschäfts
in den USA zeigt er sich nackt
am New Yorker Times Square, die Scham
mit einem Mobiltelefon bedeckt.

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Lege jede Scham ab und vermarkte dich selbst!

Über sein schillerndes Unternehmerleben
hat Branson nun das mitreißende
Buch „Geht nicht gibt’s nicht!“ geschrieben.
Seine wichtigste Botschaft, die kein
Wirtschaftsprofessor lehrt: Lege jede
Scham ab und vermarkte dich selbst!

Was der Babynahrungshersteller Claus
Hipp oder der T-Shirt-Tycoon Wolfgang
Grupp im Kleinen tun, treibt der 59-Jährige
auf die Spitze. Branson unternimmt
keinen Schritt ohne mediale Begleitung,
für keinen Showeffekt ist er sich zu schade,
wenn es seiner Marke dient: Branson
personifiziert Virgin. Auf diesen Vornamen
hören alle seine Firmen – Virgin
Cola, Virgin Mobile, Virgin Atlantic.

Allergie gegen Konferenzräume

Dabei lässt er fast die gesamte Arbeit in
seinem Imperium von Dritten erledigen.
Controlling, Governance, Finanzierung –
für alles hat er seine Leute. Branson entwickelt
derweil Geschäftsideen und inszeniert
sich als Megastar. Der Mann, der
unter dem Label Virgin erst Platten verkaufte
und die Sex Pistols herausbrachte,
kultiviert den Lebensstil des fröhlichen
Hippies, der nie Krawatte trägt und gegen
Konferenzräume allergisch ist.

Auch seine Jagd nach Rekorden steht
im Dienst der Marke. Als er das Blaue
Band für die schnellste Atlantiküberfahrt
nach Großbritannien zurückholt, heißt
sein Schiff „Virgin Atlantic Challenger“.
Und er ist der erste Mensch überhaupt,
der den Atlantik in einem Heißluftballon
(„Virgin Atlantic Flyer“) überquert. Mit
Virgin hat der Überflieger die ideale Marke
geschaffen, weil sie sich mit beliebigen
Inhalten füllen lässt. Gestern Cola, heute
Fitnessstudios, morgen Kreditkarten.
Demnächst: Reisen ins All für Normalsterbliche
– mit der „Virgin Galactic“.

„Geht nicht gibt’s nicht!“ ist Autobiografie
und Motivationsfibel in einem. Der
Autor, der mit 16 Jahren ohne Abschluss
die Schule verließ, erweckt den Tellerwäscher-
Mythos zu neuem Leben. Aus
kleinsten Verhältnissen heraus lässt sich
viel bewegen, wenn die Ziele richtig gewählt
sind, nämlich groß. Das Buch macht
Gründern Mut, ihren entscheidenden Vorteil
gegenüber Konzernen auszuspielen:
ihre Leidenschaft.

Daten zum Buch
Titel Geht nicht gibt’s nicht!
Autor: Richard Branson
Verlag: Books4success, 256 Seiten
Preis: 24,90 Euro

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