Diverses Riesige Geschäftschancen mit Senioren

Wilfried Katterbach: impulse-Redakteur

Wilfried Katterbach: impulse-Redakteur© Florian Schwinge

Jung gegen alt, Rentner gegen Arbeitnehmer, Geringverdiener gegen Unternehmer - das Thema Altersversorgung spaltet die Gesellschaft. Ihre Überalterung wird zum Horrorszenario. Dabei wird übersehen, welches Potenzial im demografischen Wandel steckt, wie impulse-Redakteur Winfried Katterbach zeigt.

Bei der ganzen Debatte um vermeintliche und wirkliche Ungerechtigkeiten im Rentensystem wurde eins bisher vergessen. Der demografische Wandel bietet auch Chancen für die Wirtschaft. Das hat die Bundesregierung in ihrer Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ heute aufgegriffen. Denn die materielle Lebenssituation der heutigen älteren Mitbürger ist insgesamt gut. So haben Seniorenpaare nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW über ein verfügbares Einkommen von mehr als 20.000 Euro – pro Person und Jahr. Alles in allem können über 65-Jährige in Deutschland im Monat 19 Milliarden Euro ausgeben. Ob sie das allerdings tun, ist fraglich.

Denn immer noch gibt es nicht in ausreichender Zahl Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen. Das will die Bundesregierung jetzt mit ihrer Initiative ändern und Unternehmen dazu ermuntern, solche Produkte und Services für die Bedürfnisse älterer Menschen zu entwickeln und anzubieten. Chancen gibt es jede Menge. In allen Lebensbereichen, angefangen vom altersgerechten Wohnen über Ernährung, Gesundheit, Reisen bis zum Thema Geldanlage und Versicherung gibt es riesige Lücken an adäquaten Angeboten.

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Doch Vorsicht! Ältere Mitbürger sind oft erfahrene Konsumenten. Sie lassen sich nichts vormachen. Und noch viel wichtiger: Sie wollen nicht ausgegrenzt werden. Also bitte keine Produkte gegen das Altern – dagegen lässt sich nichts tun – sondern, die das Leben im Alter erleichtern. Also keine Kosmetik mit dem Namen „Antiage“ sondern „Proage“. Erst nach dem Namenswechsel wurde das Produkt zum Erfolg. Auch in der Banken- und Versicherungsbranche gilt es umzudenken. Es macht keinen Sinn, dass zum Beispiel Fertighausanbieter spezielle 50plus-Häuser anbieten, die Banken sie aber nicht finanzieren. Da schließt sich der Kreis. Denn ausgerechnet diese Klientel hat viel Geld zur Verfügung. 19 Milliarden Euro, Monat für Monat. Man muss es nur abschöpfen. Die Chancen stehen gut.

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