Diverses „Risiko für Steuersünder steigt“

Barbara Hendricks, 53, ist seit Beginn der Regierung von Rot-Grün Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Finanzen.

impulse: Die Steueramnestie war ein Flop. Plant die Bundesregierung eine Neuauflage, um an die erhofften Einnahmen zu kommen?

Hendricks: Nein. Es ging übrigens nicht da­rum, dem Staat kurzfristig Einnahmen zu verschaffen. Im Interesse der Steuergerechtigkeit sollte vielmehr die Steuerbasis langfristig gesichert werden, indem die Steuerquellen auch tatsächlich der Besteuerung unterworfen werden können.

Anzeige

Wie sollte das gelingen?

Durch zwei sachlich und zeitlich eng verknüpfte Maßnahmen. Zum einen das Angebot an Steuersünder, zu günstigen Konditionen straf- und steuerfrei zu werden. Zum anderen durch deutlich bessere Ermittlungsmöglichkeiten für Finanzämter und andere Behörden.

Also erwarten uns jetzt schärfere Kontrollen. Glauben Sie, Steuerflüchtlinge so zur Umkehr bewegen zu können?

Viele haben im Rahmen der Steueramnestie die Möglichkeit zur Umkehr genutzt. Andere werden es vielleicht noch bedauern, diese Chance ausgelassen zu haben. Denn ihr Risiko ist deutlich gestiegen: durch die EU-Zinsrichtlinie, das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, Bargeldkontrollen des Zolls – und nicht zuletzt durch die Kontenabrufmöglichkeit der Finanzbehörden seit April 2005.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...