Diverses Ruhe im Kanton

Wer sein Geld in der Schweiz gebunkert hat, kann gelassen bleiben. Die neue Quellensteuer lässt sich leicht umgehen.

Ob die Zinsbesteuerung, wie sie zwischen der EU und der Schweiz ausgehandelt wurde, wirklich
kommt, ist noch nicht sicher. Die Eidgenossen wollen wahrscheinlich noch das eigene Volk darüber entscheiden lassen – mit ungewissem
Ausgang. Aber: Wer jetzt die richtigen
Anlagestrategien und Produkte
wählt, kann dem Referendum ohnehin
gelassen entgegensehen. Denn er
verbucht die Kapitalerträge in der
Schweiz weiterhin steuerfrei.

Mehr als sechs Jahre haben die
zähen Verhandlungen zwischen der
Schweiz und der Europäischen Union
gedauert. Jetzt gibt es ein Ergebnis.
Für viele auf Diskretion bedachte
Anleger entscheidend: Das eidgenössische
Bankgeheimnis bleibt unangetastet.
Dafür werden die Kreditinstitute
in Bern, Zürich oder St. Gallen
wohl ab dem 1. Juli 2005 für die
Guthaben ausländischer Staatsbürger
eine Zinssteuer einführen. Aber eine,
vor der man sich relativ einfach drücken
kann.

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„Die werden nur Anleger zahlen, die auf reine Zinserträge setzen“, meint der Kölner Steuerberater und Anlageexperte Udo Delp. Wer
indes seine Depots intelligent umschichtet,
wird auch künftig vom Fiskus unbehelligt bleiben. Und ein oft willkommener Nebeneffekt: Mit den
richtigen Produkten kommt man mit dem Finanzamt ins Reine.

Druck aus Brüssel

Trotz scharfer Kontrollen an den
Grenzen haben es bundesdeutsche
Kapitalbesitzer geschafft, geschätzte
300 bis 400 Milliarden Euro inkognito
auf ausländischen Konten zu deponieren
– in Luxemburg, Österreich, Liechtenstein oder der Schweiz. Von den eigentlich fälligen Zinserträgen sieht Hans Eichel derzeit keinen müden Cent. Kein Wunder, dass der
Bundesfinanzminister alles darangesetzt
hat, eine EU-Zinssteuer-Richtlinie
durchzuboxen. Die entweder
grenzüberschreitende Kontrollmitteilungen
zulässt oder zumindest einen
Teil des Geldsegens per Quellensteuer
abgreift.

Auf Druck aus Brüssel
wird sich auch die Schweiz an diese
Richtlinie halten. Die Eidgenossen
setzen dabei auf die Quellensteuer.
„Wir stellen uns darauf ein, dass die
kommt“, sagt Jürg Rimle vom Züricher
Bankhaus Julius Bär.

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2004, Seite 148, nachlesen.

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