Diverses Safety first

Rückrufe kosten schnell Millionen und können den Ruf der Firma vernichten. Was kluge Unternehmer tun, um den Albtraum zu verhindern. Und wie Mittelständler von einem neuen Urteil profitieren.

Kunden, die ihre Autositzheizung als Wäschetrockner benutzen – das klingt verrückt. „Da so etwas aber vorkommt, haben wir die entsprechende Vorsorge getroffen“, erklärt Caspar Baumhauer, Vorstandschef der WET Automotive Systems. Der Zulieferer aus dem bayerischen Oelzhausen verstärkte den Korrosionsschutz seiner Sitzheizungen, damit die feuchte Kleidung keinen Kurzschluss verursacht. Denn das würde Menschen in Gefahr bringen. Und dann wäre ein Rückruf unausweichlich – mit all seinen Folgen.

Nicht viele Firmenchefs nehmen die Gefahr so ernst wie Baumhauer. Dabei hat sich die Zahl der Reparatur- oder Austauschaktionen innerhalb eines Jahres fast verdreifacht. Für Vorstände und Geschäftsführer gilt deshalb: Sie müssen nicht nur die wichtigsten Vorschriften kennen, sondern sollten vor allem wissen, wie der Staat sie in die Pflicht nimmt. Was die Situation für viele Hersteller noch verschärft, sind die juristischen Fallstricke, die, bei Vertragsabschluss oft wenig beachtet, im Ernstfall den Ruin bedeuten können.

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Vor allem Konzerne mit entsprechender Marktmacht bürden ihren mittelständischen Zulieferern oft einseitig Pflichten auf: So wollen sie etwa allein entscheiden, ob es zu einem Rückruf kommt. Oder sie verlangen vom Lieferanten, einen festen Anteil der Kosten zu übernehmen – egal, ob er für den Schaden verantwortlich ist. Unternehmer sollten deshalb in Verhandlungen mit dem Auftraggeber auf eine rechtlich verbindliche Ko­operationsklausel bestehen: „Diese verpflichtet beide Seiten, sich vor einem Rückruf gegenseitig zu informieren und abzustimmen“, sagt Michael Molitoris, Anwalt in der Münchner Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2007, Seite 60, nachlesen.

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