Diverses SARS: Gefahr für deutsche Firmen

SARS: Gefahr für  deutsche Firmen

SARS: Gefahr für deutsche Firmen

Die in Asien grassierende Lungenseuche SARS bedroht jetzt auch die deutschen Firmen vor Ort. Jede vierte deutsche Dependence ist betroffen.

Die in Asien grassierende Lungenseuche SARS bedroht jetzt auch die deutschen Firmen vor Ort. Nach Umfragen der deutschen Kammerorganisation in Beijing, Shanghai und Hongkong rechnen die Ableger heimischer Unternehmen, Einkaufsbüros und selbständigen Berater zum Teil mit heftigen Auswirkungen auf ihre Geschäfte. „Schwere Konsequenzen“ befürchten derzeit in Shanghai neun, in Hongkong zehn und in Beijing 18 Prozent der Firmen. „Milde“ Auswirkungen erwarten zwischen 28 (Beijing) und 67 Prozent (Hongkong). Viele wollen allerdings noch keine Prognose abgeben, weil es dafür noch „zu früh“ sei.

Setzt sich die aktuelle Meinungsverteilung bei den Unentschlossenen fort, dürfte hochgerechnet etwa jede vierte deutsche Dependance von schweren Folgen betroffen sein. Lediglich zehn bis 15 Prozent werden nach eigener Einschätzung ohne Blessuren davonkommen.

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Wie reagiert die deutsche Business-Community auf die Bedrohung? Die Shanghai-Firmen entschieden sich für dieses Maßnahmenbündel (Reihenfolge entsprechend den Nennungen):

  • 1.Mitarbeiter informieren

  • 2. Hygiene verstärken

  • 3. Mitarbeiter nach Hause schicken

  • 4. Schutzmasken verteilen

  • 5. Größere Zusammenkünfte/Konferenzen absagen

  • 6. Masken an Besucher ausgeben

  • 7. Arbeitszeit flexibel handhaben

  • 8. Büros schließen

Mit einem wirkungsvollen Maßnahmenbündel reagieren auch die Wirtschaftsförderer von Hongkong, um die Folgen für ihre Firmen abzumildern. Wichtig für deutsche Importeure: Wer Messebesuche in der Ex-Kronkolonie scheut, kann in deren Frankfurter Büro (Telefon 069-95772-131) Unterstützung wie kostenlose Videokonferenzen oder Kontaktvermittlung zu chinesischen Anbietern bekommen (Internet: www.tdctrade.com). Manche Anbieter verlagern Produktpräsentationen auch ins Internet oder ins SARS-freie Ausland.

Übrigens: Waren und Post aus den Seuchengebieten können SARS nicht übertragen. Sagt die Weltgesundheitsorganisation.

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