Diverses Saubermann und Söhne

Wer liegt vorn? Eine Studie vergleicht Familienunternehmer mit Ärzten, Politikern, Beamten – und Top-Managern. Dabei schneiden die Unternehmer beim Image zwar gut ab, überzeugen aber nicht alle.

Arzt und Lehrer liegen vorn. Knapp dahinter: der Familienunternehmer. In der öffentlichen Wahrnehmung hat er einen guten Stand: Die Mehrheit von 1000 befragten Deutschen sieht ihn auf dem dritten Platz im Imagevergleich der Berufsgruppen. Familienbetriebe sind die bessere Unternehmensform – verglichen mit Kapital- oder Staatsgesellschaften – und setzen die Idee der sozialen Marktwirtschaft am besten um, finden mehr als 65 Prozent der Befragten.

„Während die aktuelle Wirtschaftskrise dem Ansehen von Top-Managern und Dax-Konzernen drastisch schadet, ist das Unternehmerimage derzeit in der Bevölkerung weitgehend intakt“, sagt Arnold Weissman. Seine inhabergeführte Unternehmensberatung hat die Befragung initiiert.

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Aber nicht alle sehen im Familienunternehmer den Saubermann. 40 Prozent sind etwa der Meinung, dass er letztlich auch nur an seinem Profit interessiert sei. Insgesamt sind Frauen kritischer: Sie bewerten Unternehmer durchweg um zwei bis vier Prozentpunkte schlechter als die männlichen Befragten. Weissman führt das auf ein größeres Misstrauen gegenüber Menschen mit wirtschaftlicher Macht zurück.

Geschlechtsunabhängig rangieren auf den abgeschlagenen Image-Plätzen hinter dem Familienunternehmer übrigens Politiker, Rechtsanwälte, Beamte und Journalisten.

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