Diverses Schärfere Kontrollen

Verfassungsrichter zur Spekulationssteuer auf alte und neue Aktiengewinne wirkt - neue Strategien für Kapitalanleger.

Freude nach dem Urteil zur
Spekulationsteuer auf Aktiengewinne:
zunächst bei Klaus Tipke,
ehedem Professor für Steuerrecht.
Er hatte geklagt und bekommt rund
900 Euro Steuer zurück. Plus Zinsen.

Ebenso profitieren Anleger, die 1997/
98 Gewinne deklariert und – wie von
impulse empfohlen – Einspruch eingelegt
haben. Die Hände reiben sich
zudem Spekulanten, die ihre Gewinne
damals gar nicht versteuerten.

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Enttäuschung dagegen bei allen,
die auf ein generelles Aus für die Steuer
hofften. Denn die Karlsruher Richter
erklärten sie nur in 1997 und 1998
für verfassungswidrig (Aktenzeichen
2 BvL 17/02). Grund: Der Fiskus konnte
die Gewinne nicht überprüfen. Das
ist vorbei. »Berlin hat die Kontrollinstrumente
jetzt deutlich geschärft«, sagt
die Kölner Steueranwältin Alexandra
Mack. impulse zeigt, was das für
Steuerzahler und -sünder bedeutet.

Besonders üppige Spekulationsgewinne
bescherte der Börsenboom
1999 und 2000. Wer sie brav versteuerte,
legte meist Einspruch ein. Eben
weil das Tipke-Verfahren anhängig
war. Diese Anleger erhalten bald vom
Finanzamt die Aufforderung, alle Einsprüche
zurückzunehmen.

Experten
raten allerdings ab. Sie bezweifeln,
dass die Kontrollmöglichkeiten der
Behörden damals wirklich ausreichten.
»Ich rechne deshalb mit Folgeklagen
«, sagt Bundesfinanzhof-Richter
Heinz-Jürgen Pezzer. Konsequenz: Bei
größeren Beträgen alte Steuerbescheide
per Einspruch weiter offen halten.

Steuersünder sollten gemeinsam mit
Berater oder Anwalt prüfen, ob sie die
Amnestie nutzen wollen. Dann zahlen
sie unterm Strich gerade mal 15 Prozent
Steuer nach. Dabei ist einzukalkulieren,
dass die Finanzämter Gewinne
demnächst schneller aufspüren
können. Beispiel: Wer dem Betriebsprüfer
nicht plausibel erklären kann,
woher sein zusätzliches Geld stammt,
muss damit rechnen, dass der Beamte
sich von den Banken so genannte Jahresbescheinigungen
besorgt.

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