Diverses Schenken mit Vorsicht

In Familienunternehmen lässt sich der Generationswechsel steuerfrei organisieren. Wenn man nicht in eine der neuen Fallen des Fiskus tappt.

Für Fritz Kühn (Name geändert) war das Ziel klar: „Wenn ich meinen Sohn an der Firma beteilige, möchte ich dafür keinesfalls Steuern zahlen.“ Deshalb sorgte der Inhaber einer mittelgroßen Spedition im Rheinland vor. Er übertrug dem Junior nicht nur 15 Prozent seines Firmenanteils, sondern mit gleichem Anteil auch eine Beteiligung am Firmengrundstück. Damit war sicher, dass das Finanzamt bei dieser Transaktion leer ausgeht.

So glatt läuft das längst nicht
immer. „Sonderbetriebsvermögen“ heißt das Stichwort, das Nachfolge­regelungen in Personengesellschaften (KG, OHG, GmbH & Co KG) erschwert. Solches Vermögen hat jeder Unternehmer (Komplementär oder Kommanditist), der seiner Gesellschaft etwa private Grundstücke zur Verfügung stellt – kostenlos oder zur Miete. Für das Finanzamt gehören Firmenanteil und Sonderbetriebsvermögen immer zusammen („Mitunternehmeranteil“). Wer nicht gleichzeitig beides abgibt, läuft Gefahr, dass die Nachfolge zum Fiasko wird.

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Welche Fallen lauern, hat der Bundesfinanzminister in einem Erlass aufgelistet (Aktenzeichen IV B 2 – S 2241 – 14/05). „Da drohen horrende Steuernachzahlungen“, warnt Jürgen Michels, Rechtsanwalt und Steuerberater bei der Kölner Kanzlei ZWP Rotonda. Der Experte hat für impulse die wichtigsten Fallkonstellationen analysiert und steuerfeste Auswege konzipiert.

Seit 2001 zahlen Firmenchefs als Personengesellschafter keine Steuern auf stille Reserven mehr, wenn sie Teile ihres Unternehmens in der Familie weiterreichen. Das funktioniert aber nur, wenn sie nicht auf halbem Wege stehen bleiben.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 96, nachlesen.

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