Diverses Seminare auf dem Prüfstand

Weiterbildung der Mitarbeiter ist wichtig, aber teuer. impulse zeigt, wie Firmen Sinn und Erfolg von Seminaren unter die Lupe nehmen.

Was können die Mitarbeiter? Wer hat was dazugelernt und wo besteht Nachholbedarf? Beim Münchner Motorketten-Spezialisten Iwis Ketten verraten dies Skill-Profile an jedem der 850 Arbeitsplätze. Dass diese stetig zu aktualisieren sind, dafür sorgt die 1994 eingeführte Gruppenarbeit. „Direkter Austausch, Job-Rotation und selbst gestaltete Arbeitsplätze garantieren, dass neue Erkenntnisse unmittelbar der Produktion zugute kommen“, erläutert Personalchef Andreas Formann.

Damit zählt Mittelständler Iwis Ketten zu den Vorreitern in Sachen Bildungscontrolling. Sechs Milliarden Euro setzten die Anbieter für berufliche Weiterbildung 2004 um. „Die schwache Konjunktur zwingt Firmenchefs nun, ihre Weiterbildungsbudgets effizienter einzusetzen“, stellt Professor Reinhold Weiß fest, Mitglied der Geschäftsführung beim Kölner Institut der deutschen Wirtschaft. Weiß: „Welchen Nutzen Schulungen für die Firma erzielen, wissen aber nur die wenigsten.“

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Dies belegt eine Umfrage der Saarbrücker Beratungsgesellschaft IMC unter 500 Firmen. Deren einziges Prüfwerkzeug ist meist der Beurteilungsbogen am Seminarende. Hier ermitteln zwar nahezu alle, wie zufrieden die Teilnehmer sind. Kriterien wie Lern-, Transfer- oder Geschäftserfolg fallen hingegen unter den Tisch.

Warum das so ist, verrät die IMC-Studie ebenfalls: keine Zeit, Unkenntnis, fehlende Technik, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit. „Viele glauben, dass Bildungscontrolling etwas mit ständigem Kontrollieren und Buchhaltung zu tun habe, doch beides ist falsch“, sagt Simone Kauffeld vom Ins­titut für Arbeitswissenschaft der Uni Kassel. Weiterbildungsnutzen zu erfassen sei vielmehr eine Frage der Organisation von Arbeitsprozessen.

Was dies in der Praxis bedeutet, zeigt das Beispiel des Kasseler SAP-Beratungshauses CTI. Vor zwei Jahren hat Vorstandschef Guido W. Stass mit Simone Kauffeld ein regelmäßiges Bildungscontrolling eingeführt. »Wir investieren jährlich einen sechsstelligen Betrag in die Weiterbildung unserer 25 Leute«, berichtet Stass, »da müssen wir wissen, ob die Maßnahmen auch ankommen.«

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 62, nachlesen.

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