Diverses Sesam öffnet sich

In der Krise entdecken die deutschen Mittelständler den wachsenden Markt Irak. Dort fehlt es an Geräten für den Wiederaufbau - und die hiesigen Unternehmer wittern ihre Chance. Um neue Geschäftspartner zu gewinnen, zeigen sie bei Messen vor Ort zunehmend Präsenz.

50 deutsche Firmen sind auf der Messe in Abril im Nord-Irak als Aussteller auf der Suche nach Aufträgen. Vergangenes Jahr waren es nur zwei gewesen, meldet die Wirtschaftsplattform Irak. Die Messe wird vom 12. Oktober bis 15. Oktober im kurdischen Teil des Landes stattfinden. Der gilt als relativ sicher und hat Sonderregelungen: Man bekommt ohne Probleme ein Visum bei der Einreise.

Die Messe lebte in den vergangenen Jahren vor allem von türkischen Firmen, die über die nahe Grenze kamen. Die deutschen Firmen sind meist Mittelständler aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Energie, Pharma und Logistik. Auch Siemens, Bayer und Babcock Börsig stellen aus.

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Erstmals wurde ein deutscher Pavillon eingerichtet, den die Stuttgarter Messe betreut. Das deutsche Wirtschaftsministerium, auch Träger der Wirtschaftsplattform Irak, hat die Schirmherrschaft über den deutschen Pavillon übernommen. Das habe bei Neueinsteigern Vertrauen geschaffen, so eine Sprecherin der Messe. Die Unternehmer hofften, über Kurdistan auf den wachsenden irakischen Markt zu gelangen.

Die Messe in Abril konkurriert mit der internationalen Messe in Bagdad, die am 1. November beginnt. Vergangenes Jahr waren dort 340 Aussteller aus 18 Ländern vertreten. Allerdings sei dort die Registrierung bürokratisch. Anmeldeformulare gebe es nur auf arabisch, so die Wirtschaftsplattform Irak.

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