Diverses Sieben legale Steuertricks

Finanzierung vom Fiskus

Finanzierung vom Fiskus

Clevere Jungunternehmer drücken ihren Gewinn. Und spannen die ganze Familie beim Steuersparen mit ein.

Sparpotenzial: 1 = mittel, 2 = hoch, 3 = sehr hoch

  1. Gewinn verstecken
  2. Ansparrücklage heißt der Steuerdreh, von dem Gründer besonders kräftig profitieren. Voraussetzung: Sie planen, in den nächsten Jahren Maschinen, Fahrzeuge, Bürogeräte oder -möbel anzuschaffen. Dann dürfen sie 40 Prozent der voraussichtlichen Kosten, höchstens aber 307000 Euro, in Bilanz oder Einnahme-Überschuss-Rechnung zurücklegen. Das drückt den Gewinn und damit die Steuerlast.
  3. Sparpotenzial: 2
  4. Bilanz ausreizen
  5. Rückwirkend für 2003 gilt: Kleine und mittlere Firmen (höchstens 204.517 Euro Betriebsvermögen) dürfen ohne weiteres 20 Prozent der Investitionskosten von Maschinen, Anlagen, PC und Fahrzeugen als Sonderabschreibung abziehen – zusätzlich zur normalen Abschreibung. Am meisten spart der Firmenchef, wenn er jetzt degressiv abschreibt (jeweils vom Restwert). Denn dann setzt er bis zu 40 Prozent der Kosten auf einen Schlag ab.
  6. Sparpotenzial: 2
  7. Familie absetzen
  8. Seit April 2003 lohnt es auf jeden Fall, Angehörige als Aushilfen zu beschäftigen. Denn sie können bis zu 400 Euro steuer- und sozialabgabenfrei kassieren. Und zwar auch dann, wenn sie noch anderswo einen Hauptjob haben. Die Firma zahlt pauschal 25 Prozent vom Aushilfslohn an die Bundesknappschaft. Und verbucht sowohl Lohn als auch die Pauschale Steuer sparend als Betriebsausgabe.
  9. Sparpotenzial: 3
  10. Günstig finanzieren
  11. Falls die Bank bei der Finanzierung von Investitionen mauert: Das Startkapital kann ohne weiteres aus der Familie kommen. Die Finanzbehörde akzeptiert Darlehensverträge (immer schriftlich) zwischen Firma und Ehegatten oder Kindern. Vorausgesetzt, die Konditionen sind wie unter Fremden vereinbart. Dies betrifft Zinsen, Laufzeit, Tilgung, Kündigung, Sicherheiten. Die Vorteile: Darlehensverträge mit dem Ehegatten sparen Gewerbesteuer, mit Kindern auch noch Einkommensteuer (bis 8801 Euro Zinsen sind bei Kindern sogar steuerfrei) – und das Geld bleibt in der Familie.
  12. Sparpotenzial: 3
  13. Kinder beteiligen
  14. Wer noch höhere Beträge an Sohn oder Tochter weitergeben will, beteiligt diese als stille Teilhaber. Stammt das dafür erforderliche Kapital von den Eltern, darf die Verzinsung 15 Prozent betragen. Haben die Kinder das Geld aus anderen Quellen (etwa von den Großeltern), sind sogar bis zu 35 Prozent erlaubt.
  15. Sparpotenzial: 2
  16. Optimal reisen
  17. Jungunternehmer fahren bei der Steuer oft besser, wenn der Firmenwagen nicht über den Betrieb läuft. Dies gilt vor allem, wenn ein Gebrauchtfahrzeug als Firmenwagen geplant ist. Bleibt das Auto Privatvermögen, rechnet der Unternehmer die Kosten für Geschäftsreisen mit der eigenen Firma ab. Absetzbar sind dann pauschal 0,30 Euro für alle gefahrenen betrieblichen Kilometer. Außerdem braucht er für Privatfahrten keinen „geldwerten Vorteil“ zu versteuern. Von dieser Variante kann allerdings nur profitieren, wer den Wagen höchstens zur Hälfte für Geschäftsfahrten einsetzt.
  18. Sparpotenzial: 2
  19. Weniger zahlen
  20. Jungunternehmer sollten prüfen, ob sie die vierteljährlichen Einkommen- und Gewerbesteuer-Vorauszahlungen für 2004 kürzen können. Etwa weil Umsätze und Gewinne rückläufig sind. Oder falls die Steuersätze ab 2004 sinken. Ein formloser Antrag mit aktuellen Zahlen genügt.

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