Diverses So kaufen Sie sich stark

Mittelstand im Aufbruch: Im November kaufte Warsteiner-Geschäftsführer Gustavo Möller-Hergt einen argentinischen Weinkeller - in der bodenständigen Bierbranche ein glatter Tabubruch.

Zeitgleich erwarb Singulus, Weltmarktführer bei den CD- und DVD-Produktionsanlagen, den Konkurrenten Steag Hamatech. Ende Januar übernahm Adva Optical Networking AG, Spezialist für Telekommunikation aus München, den texanischen Wettbewerber Covaro Networks. Auch Deutschlands größter Dentalversender, M+W Dental aus Büdingen, expandierte weiter – indem er Mitte Februar die Prager Dentamed übernahm.

Dies sind vier Beispiele von vielen. Mit prallen Kassen, gespeist meist aus dem üppigen Exportgeschäft der letzten Jahre, kaufen deutsche Unternehmer, was das Zeug hält. Schlucken kleinere Konkurrenten, kaufen sich wichtige Zulieferer oder zusätzliche Vertriebs- oder Innovationspower, diesseits wie jenseits der Grenzen. Erstmals seit 2000 geben deutsche Unternehmen wieder mehr Geld für Firmenkäufe aus als im Jahr zuvor, hat Wirtschaftsprüfungsmulti KPMG ermittelt. „Für 2006 erwarten wir noch einmal zehn Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt KPMG-Managing-Partner Thomas Ehren.

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Die Nürnberger Unternehmensberatung Weissman & Cie hat 500 Mittelständler nach ihren ­Akquisitionsplänen befragt. Resultat: Nahezu jeder Vierte will ein anderes Unternehmen übernehmen. „In vielen Märkten ist dies der einzige Weg, Umsatz zu steigern, Wachstum zu erhöhen oder einen Technologiesprung zu vollziehen“, bekräftigt Ehren. Dies bestätigt eine Studie von KPMG, der Anwaltskanzlei Linklaters sowie der Private-Equity-Gesellschaft 3i. Untersucht wurden M&A-Erfahrungen von 22 prominenten Mittelständlern wie Katjes, IDS Scheer oder Vaillant. Quintessenz: Mehr als die Hälfte der Unternehmen sahen sich zu Übernahmen genötigt – fressen oder gefressen werden.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2006, Seite 90, nachlesen.

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