Diverses So machen Sie Ihre Firma stark

Die Globalisierung erahnte Ludwig Erhard schon vor 40 Jahren: "Ihre ganzen schönen Fabriken stehen bald im Ausland", prophezeite er dem Fabrikanten Walter Seidensticker senior. Tatsächlich lässt der Bielefelder Hemdenhersteller seit langem nur noch in Osteuropa und Asien nähen. Gleichzeitig investiert man konsequent in Qualität, Warenwirtschaft und Verkaufsförderung. Belegschaft und Umsatz sind nach mageren Jahren wieder stabil. "Aber der Kampf geht weiter«, sagt Geschäftsführer Gerd Oliver Seidensticker (Foto).

Ballast abwerfen und dabei Power gewinnen – mit dieser Doppelstrategie markiert Seidensticker die zentrale Herausforderung, mit der sich
Chefs zunehmend vertraut machen. Wie aber lässt sich der Ressourcenkonflikt zwischen Konsolidieren und Expandieren auflösen? impulse bietet Strategierat für drei typische Problemlagen
in Unternehmen.

In Stufe eins wird ermittelt, wo eine Firma
Überflüssiges einkauft oder Notwendiges zu teuer bezahlt. Ziel: Gleiche Leistung für weniger Geld. In Stufe zwei sind Strategien auf den Prüfstand zu stellen, Outsourcing ins Ausland und/oder Aufgabe unrentabler Geschäftsfelder inklusive. Ziel: Mehr Schlagkraft für weniger Geld. Häufig empfiehlt es sich sogar, die Werkzeuge des Insolvenzrechts in Erwägung zu ziehen, das ist Stufe drei. Ziel: Eine Firma, die etwa durch Kundenpleiten in Not geraten ist, wieder handlungsfähig zu machen.

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Spektakuläre Vorbilder wie der Berliner Büroartikler Herlitz belegen, wie segensreich ein solcher Schritt auch für Geschäftspartner und Geldgeber wirken kann. In den USA findet dies seit langem Ausdruck im so genannten Chapter-11-Verfahren. „Auch bei uns lässt das Schuldturmdenken allmählich nach“, beobachtet
Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Wolfgang Schröder aus Berlin.

Egal, wie die Konjunktur verläuft und welche Sparanstrengungen ein Unternehmen bereits bewältigt hat: Cost-Cutting bleibt im globalen Wettbewerb weit oben auf der Agenda. Immer mehr Chefs merken aber auch, dass sich Investitionen in Innovation oder Marketing nicht länger vertagen
lassen. „Sich erst mühsam durch die Flaute knausern und später die verdiente Ernte einfahren, diese Rechnung geht immer seltener auf“, bekräftigt Burkhard Schwenker, Chef der Unternehmensberatung Roland Berger. Sein Postulat: Sparen und wachsen sind keine Gegensätze, sondern Daueraufgaben, die einander
bedingen.

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Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2005, Seite 14, nachlesen.

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