Diverses Softwareupdate soll EC-Panne beheben

Im Inland funktionieren die fehlerhaften EC-Karten von Sparkassen und Banken zwar wieder, wer aber verreist, könnte enttäuschende Momente vor dem Geldautomaten erleben. Nach und nach sollen die Karten wieder fürs Ausland fit gemacht werden - aber das wird sich noch hinziehen.

Die massiven Probleme mit EC-Karten sollen in den kommenden Wochen endgültig behoben werden. Dafür muss die Software der Karten-Chips aktualisiert werden. Bei der Postbank sollen Karten von Anfang Februar an automatisch repariert werden, wenn ein Kunde sie in einen Geldautomaten steckt.

Die Sparkassen wollen zunächst in drei Wochen alle Filialen und Landesbanken mit Terminals zum Update der Karten ausstatten und später ebenfalls ihre Geldautomaten einsetzen, kündigte der Sparkassen- und Giroverband an.

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Hintergrund ist, dass die seit Jahresbeginn auftretenden Probleme bisher nur im Inland gänzlich behoben wurden. Im Ausland kann man mit deutschen Karten zum Teil weiterhin kein Geld abheben oder bezahlen.

Zeitweise 30 Millionen Karten betroffen

Ursache der Probleme ist ein Softwarefehler in Sicherheitschips der Karten, durch die das Jahr 2010 nicht korrekt verarbeitet wird. Von der Panne waren zeitweise bis zu 30 Millionen Karten betroffen. Mit einem Software-Update kann ein noch aufwendigerer Austausch der Karten vermieden werden.

Die Postbank prüft ebenfalls Aktualisierungen der Karten Filialen, teilte der Bonner Konzern mit. Kunden, die ins Ausland reisen, bekommen Ersatzkarten. Dies hatte am Freitag bereits die Commerzbank angekündigt.

Aigner äußert Unverständnis

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hatte die Banken aufgefordert, besonders mit Blick auf Urlaube im Ausland so schnell wie möglich Abhilfe schaffen.

Unverständnis äußerte Aigner in der „Bild am Sonntag“ darüber, dass es zu den Problemen überhaupt gekommen ist: „Spätestens seit der Jahrtausendwende kennen Software-Experten das Datumsproblem mit der Null. Deshalb ist es ein Rätsel, warum der Systemfehler bei den Chipkontrollen nicht aufgefallen ist.“

Zugleich forderte die CSU-Politikerin die Kreditinstitute auf, Wort zu halten und ihren Kunden die Kosten für Bargeld-Abhebungen am Bankschalter zu erstatten.

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