Diverses Sparmodell Umsatzsteuer

Wichtiger Etappensieg für Unternehmer vor Gericht: Wer ein Wohn- und Geschäftshaus baut und selber nutzt, kann es für die Umsatzsteuer dem "Unternehmensvermögen" zuordnen.

Einfamilienhaus mit Büroraum genügt. Dann muss das Finanzamt die Umsatzsteuer aus allen
Bau rechnungen erstatten. Im Gegenzug ist allerdings für die private Wohnung Umsatzsteuer fällig. Aber nur auf zwei Prozent der Baukosten.
So entschied das Niedersächsische Finanzgericht (Aktenzeichen 5 K 351/04). Die Finanzämter gingen
von zehn Prozent der Baukosten aus. Endgültig entscheiden muss indes der Bundesfinanzhof,
die Behörde geht in die Revision.

Behörden verlangen elektronische Post

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Ab 2005 müssen Unternehmer und Freiberufler wichtige Daten auf elektronischem Weg an die Finanzämter übermitteln. Und zwar die Infos zur meist monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie für die Lohnsteuer-Anmeldung. Beide erstmals fällig am 10. Februar für Januar 2005.

Der bisher übliche Versand der Daten per Fax oder Brief ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – künftig nicht mehr möglich. „Viele Firmen sind darauf technisch aber noch nicht vorbereitet“, beobachtet Claudia Specht von der Datev, dem EDV-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Anwälte in Nürnberg.

Wer Nachholbedarf hat, sollte
jetzt zügig handeln. Sonst verlangen
die Behörden happige Verspätungszuschläge.
Drei Wege stehen zur Wahl. Entweder den Steuerberater einschalten. Bietet sich an, wenn er ohnehin die Buchführung erledigt. Oder
die Elster-Software beim Finanzamt besorgen. Oder das für das Elster-Verfahren vorgesehene Update installieren. Vom jeweiligen Hersteller
der Buchhaltungs- und Lohnabrechnungssoftware
für die Firma.

Geld sichern

Termin 31. Dezember 2004: Ist Ihre
Freistellungsbescheinigung noch gültig? Dieses Papier vom Finanzamt brauchen alle Firmen rund um
den Bau, um es den Kunden in Kopie auszuhändigen. Damit sie den vollen Rechnungsbetrag überweisen.
Ohne diese Bescheinigung müssen die Kunden von den Rechnungen 15 Prozent einbehalten und an das Finanzamt des Unternehmers als eine Art Steuervorauszahlung überweisen.

Achtung: Viele Bauunternehmer haben die Freistellungsbescheinigung erstmals für 2002 bekommen. Maximal gültig für drei Jahre. Somit sind jetzt jede Menge neuer Bescheinigungen zu besorgen. Dazu reicht ein formloser Antrag beim
Finanzamt, am besten wieder für drei Jahre. Wichtig: Steuernummer der Firma nicht vergessen.

Richtig vererben

BDO Deutsche Warentreuhand und impulse laden wieder ein zum Unternehmerabend „Nachfolge“«. Mittelständische Firmenchefs berichten über
ihre Erfahrungen, Rechts- und Steuerexperten geben Rat.

Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere Meldungen aus dem Steuer-Magazin können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2005, Seite 108, nachlesen.

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