Diverses Spaßverderber bei der Fußball-Europameisterschaft

Wilfried Katterbach: impulse-Redakteur

Wilfried Katterbach: impulse-Redakteur© Florian Schwinge

Der Handel mit Zweitmarkt-Tickets darf nicht bestraft werden, findet impulse-Redakteur Wilfried Katterbach. Im Gegenteil. Sein Kommentar zeigt: Es ist ein Geschäft wie viele andere auch. Und: Die Kunden wissen genau, worauf sie sich einlassen.

Das Fußball-Ereignis des Jahres steht vor der Tür. Beneidenswert diejenigen, die eine Karte für ein Spiel ergattern konnten. Jetzt droht all denen Ungemach, die im letzten Augenblick das Glück haben, noch ein Ticket zu bekommen. Zum Beispiel über den Zweitmarkt. Dort erworbene Karten sollen sogar storniert werden.

Was kann an diesem Geschäft so schlecht sein, dass die Euro-2008-Veranstalter diesen Weg versperren wollen? Immer mehr Onlinemarktplätze bieten Ticket-Handel mit Garantie. Sie versprechen die rechtzeitige Zustellung der Karten beim Käufer, bei Problemen ein ähnliches oder sogar ein besseres Billett. Wenn’s ganz dick kommt, erhält der Kunde sogar sein Geld zurück.

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Zudem weisen faire Ticketplattformen ihre Kunden darauf hin, dass die verlangten Preise erheblich vom Originalpreis abweichen. Also viel teurer sind. Immerhin weiß der Kunde aber, worauf er sich bei diesem Geschäft einlässt. Auf einen hohen Preis und auf ein tolles Fußball-Erlebnis in den Fußballarenen in der Schweiz und Österreich. Die Bevormunder der Euro-2008-Veranstalter sollten den Fans diesen Spaß gönnen. Und in Zukunft für ein einigermaßen gerechtes Ticketvorverkaufssystem sorgen. Doch einen Zweitmarkt wird es immer geben. Dafür ist die Ware Fußballtickets für eine Europa- oder gar Weltmeisterschaft zu knapp und damit teuer.

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