Diverses Spielraum für Zinssenkungen

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Die Inflation in Deutschland ist so niedrig wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das ist nicht nur eine gute Nachricht, findet impulse-Steuerchef Reinhard Klimasch. Die Preisstabilität sollte auch dazu führen, die Kosten für Unternehmen weiter zu senken. Sonst drohen fatale Folgen.

Das ist eine richtig gute Nachricht: Der Preisrutsch bei Benzin, Diesel und Heizöl lässt die Inflationsrate deutlich sinken. Das entlastet Wirtschaft und Verbraucher spürbar. Und es verschafft der Europäischen Zentralbank (EZB) die Möglichkeit, die Leitzinsen zu senken – und zwar schneller und kräftiger als ursprünglich geplant.

Die Verbraucherpreise sind im November nur noch um 1,4 Prozent gestiegen. Damit fiel der Anstieg so niedrig aus wie seit Dezember 2006 nicht mehr. Und für 2009 rechnen die Experten mit Raten von unter einem Prozent. Damit ist das Thema Inflation praktisch vom Tisch. Somit kann und sollte die EBZ die Zinsbremse sofort lockern. Dies würde die Kosten der Unternehmen senken und das Geld der privaten Haushalte mehren. Vor allem aber könnte ein mutiger Zinsschritt das Investitions- und Konsumklima heben. Wenn dann auch noch die Banken aus der Defensive herausfinden, ist viel gewonnen.

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Falls dies nicht gelingt, drohen neue Gefahren. Sinkende Preise und zurückhaltende Konsumenten könnten eine Deflationsspirale in Gang setzen. Deshalb bleibt Berlin gefragt. Mit einem kümmerlichen Konjunkturpaket ist hier nichts auszurichten. Die Bundesregierung muss die Einkommensteuer senken. Die feste Aussicht auf mehr Netto vom Brutto ist die richtige Medizin.

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