Diverses Sprengel macht Ernst

Derzeit zeigt das Sprengel Museum Hannover seine gesamte Kollektion der Werke des genialen Max Ernst (1891-1976). Mit knapp 1170 Katalognummern besitzt das Sprengel Museum Hannover eine der umfangreichsten Einzelsammlungen dieses Künstlers - darunter wichtige Ölgemälde und Skulpturen, seltene frühe Collagen, Zeichnungen und die bedeutenden Collagenromane aus den 1930er Jahren.

Der 1891 geborene Max Ernst gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. In schneller Folge verschiedene Stile durchwandernd, hat er sich in den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg dem Dadaismus angeschlossen und vor allem mit einigen Collagen Werke geschaffen, die zu den eindringlichsten Aussagen dieser Stilrichtung in Deutschland zählen.

Nach seiner Übersiedlung nach Paris im Jahre 1922 wurde er bald in den Kreis der Surrealisten um André Breton aufgenommen. Nur wenig später entdeckte Max Ernst in der Maserung der Holzdielen seines Hotelzimmers in der Bretagne seltsame Tiere, verzerrte Köpfe, skurrile Figuren, die er mit Hilfe der Frottagetechnik auf Papier bannte. So entstand eine ganze Folge von Werken, die später unter dem Titel Histoire naturelle (Naturgeschichte) als druckgrafische Folge erschienen ist.

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Im Jahre 1941 gelang es Max Ernst, vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in die USA zu emigrieren. Vom Kunstgeschehen in den Vereinigten Staaten desillusioniert kehrte er 1953 nach Europa zurück, wo er sich in Frankreich niederließ.

Zunehmend widmete sich der Künstler nun der Skulptur, die in seinem Œuvre eine immer wichtigere Rolle einnahm. Es entstanden seltsame und skurrile Wesen, Vogelmenschen, Fantasiegestalten, die das malerische und grafische Werk des Künstlers ergänzen. Am 1. April 1976 starb Max Ernst in Paris.

Sprengel Museum Hannover

Kurt-Schwitters-Platz

30169 Hannover

Telefon: 0511/168-438 75

Telefax: 0511/168-450 93

Dauer der Ausstellung:

noch bis zum 17. September 2006

Öffnungszeiten:

Dienstag von 10 bis 20 Uhr

Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Montags geschlossen

www.sprengel-museum.de

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