Diverses Stärkerer Druck auf Umsatzsteuerbetrüger

Umsatzsteuerbetrüger müssen mit schärferen Verfolgungsmaßnahmen rechnen. Das gab das Bundesamt für Finanzen am Mittwoch bekannt.

Umsatzsteuerbetrüger müssen mit schärferen Verfolgungsmaßnahmen durch den Fiskus rechnen. Das Bundesamt für Finanzen kündigte am Mittwoch in Bonn Ermittlungen gegen Tatverdächtige ohne vorherige Anmeldung an. Es gehe um Fälle, in denen die Umsatzsteuer nicht gezahlt werde, sagte der Präsident der Behörde, Jochen Wendelstorf, vor Journalisten.

Die Umsatzsteuerausfälle betrügen nach einer Prognose der Finanzministerkonferenz von 2001 jährlich 10 Milliarden Euro. Auf dem EU-Binnenmarkt kämen nochmals 60 Milliarden Euro dazu. Grundlage für die neuen Aufgaben des Amtes ist das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz. Die Prüfungen seien bereits im Oktober 2001 angelaufen.

Anzeige

Eine Sonderarbeitsgruppe mit Betriebsprüfern und Zöllnern soll nach den Worten von Wendelstorf den Steuerhinterziehern auf die Schliche kommen. Der Informationsaustausch und die Kooperation zwischen den Ländern solle ausgebaut, das Internet nach Verdachtsfällen durchforstet werden, sagte er. Bei Betriebsprüfungen im Jahr 2000 wurden nach Angaben des Amtes Steuer-Mehreinnahmen in Höhe von 27,4 Milliarden Mark erzielt, bei Sonderprüfungen der Umsatzsteuer waren es 3,4 Milliarden Mark.

(dpa)

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...