Diverses Steiff fürs Museum

Ob Bonbonfabrik oder Teddyhersteller: Firmenmuseen spülen Unternehmen Besucher ins Haus. Das ist gut für Image und Umsatz.

Seit mehr als hundert Jahren sind sie in den Kinderbetten auf der ganzen Welt zu Hause. Ihr Markenzeichen: flauschiges Fell und Knopf im Ohr. Jetzt hat Hersteller Margarete Steiff GmbH aus Giengen an der Brenz seinen Produkten aus der langen Firmengeschichte ein Museum gebaut. Pünktlich zum 125-jährigen Firmenjubiläum wurde der Bau in diesem Sommer fertig.

„Immer mehr Firmen setzen ihren Produkten oder Gründern ein Denkmal“, erklärt Franz Hebestreit, Initiator des seit 2003 bestehenden Netzwerks der Firmenmuseen in München. Grund für die steigende Zahl: Die Betreiber haben erkannt, dass ihre Museen das Kundeninteresse am Unternehmen und seinen Produkten fördern.

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„Gerade das Thema Erlebnis ist heute extrem wichtig“, erklärt Professor Dieter Herbst, Experte für externe und interne Unternehmenskommunikation aus Berlin. „Je stärker die Eindrücke, desto intensiver und länger erinnert sich der Besucher an das Produkt. Das trägt zum positiven Image des Unternehmens bei“, so Herbst weiter.

Langfristige Kundenbindung und persönlicher Kontakt

Die Erkenntnis nutzt Steiff. „Das neue Museum ist Teil unserer Markenkommunikation. Damit wollen wir langfristige Kundenbindung sowie persönlichen Kontakt zu Liebhabern und Käufern erreichen“, berichtet Richard A. Hussmanns, Geschäftsführer der Margarete Steiff Beteiligungsgesellschaft. In dem modernen ellipsenförmigen Bau präsentiert der Kuscheltierproduzent auf 2400 Quadratmetern über 2000 Stofftiere. Damit will das traditionsreiche Unternehmen pro Jahr über 150.000 Besucher anlocken.

Die Stofftiere der Steiff GmbH genießen einen Bekanntheitsgrad von 90 Prozent. Um dieses Pfund zu erhalten und möglichst noch zu verbessern, hat Steiff eine Menge Geld investiert. Mehr als zehn Millionen Euro kostete der Bau des Museums.

In der Automobilindustrie gibt es den Trend zum Firmenmuseum schon länger. So kommen im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart die Bewunderer von Edelkarossen schon seit den 20er Jahren auf ihre visuellen Kosten. Im Mai 2006 eröffnet das neue supermoderne Mercedes-Benz-Museum seine Pforten. Noch nie gezeigte Exponate des Herstellers sollen Oldtimer-Fans genauso begeistern wie die Luxusausführungen des späten 20. Jahrhunderts bis heute. Motto: Man ist, was man zeigt, und man zeigt, was man hat.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 62, nachlesen.

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