Diverses Steuer-Fallen bei der Weihnachtsfeier

Wenn Firmenchefs Nikolaus spielen, kassiert das Finanzamt gerne mit. So sorgen Sie dafür, dass der Fiskus draußen bleibt.

Weihnachten rückt immer näher. Zeit, den Mitarbeitern für harte Arbeit in den vergangenen zwölf Monaten zu danken. Beliebtes Event in der Adventszeit: Die alljährliche Weihnachtsfeier der Firma. Doch ein besonderes Dankeschön an die Mitarbeiter lässt das Finanzamt nicht so ohne weiteres zu. Damit die Kosten der Party lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei bleiben, sollten Sie folgendes beachten:

Freigrenze beachten

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  • Die Kosten für die gesamte Veranstaltung dürfen 110 Euro (inklusive Umsatzsteuer) pro Mitarbeiter nicht überschreiten. Dieser Betrag ist eine Freigrenze. Geben Sie auch nur zehn Cent mehr aus, wird die gesamte Summe steuerpflichtig.
  • Laden Sie die Partner Ihrer Mitarbeiter ebenfalls ein, dürfen Sie für beide zusammen nicht mehr als 110 Euro ausgeben.
  • Wollen Sie auf der Weihnachtsfeier Geschenke verteilen, sind diese nur bis zu einer Grenze von 40 Euro pro Kopf steuer- und sozialversicherungsfrei. Allerdings müssen Sie dieses Geschenk ebenfalls in die Gesamtsumme von 110 Euro pro Mitarbeiter einrechnen.

Werden diese Grenzen überschritten, handelt es bei den Zuwendungen um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Führen Sie in diesem Fall eine Lohnsteuer von pauschal 25 Prozent ab, bleiben die Zuwendungen sozialversicherungsfrei. Das erspart Ihnen die Änderungen der einzelnen Lohnabrechnungen.
Grundsätzlich gilt: Pro Jahr werden nur zwei Betriebsveranstaltungen begünstigt.

Grenzen gibt es auch bei den zum Jahresende üblichen Geschenken an Geschäftsfreunde. Bei späteren Betriebsprüfungen gibt es oft unangenehme Überraschungen, weil die gesetzlichen Vorschriften nicht beachtet worden sind. Um auf der sicheren Seite zu sein, denken Sie an folgendes:

Geschenke an Geschäftsfreunde

  • Geschenke an Geschäftsfreunde sind nur bis zu einem Wert von 40 Euro (ohne Umsatzsteuer) pro Jahr und pro Empfänger abzugsfähig.
  • Achten Sie auf die nichtabziehbare Vorsteuer , zum Beispiel bei Versicherungsvertretern oder Ärzten. In diesen Fällen darf der Bruttobetrag (inklusive Umsatzsteuer) nicht mehr als 40 Euro betragen.
  • Verschicken Sie eine große Anzahl von Geschenken, sollten Sie zur Sicherheit eine Kartei der Empfänger führen.
  • Es muss eine ordnungsgemäße Rechnung mit dem Namen des Empfängers vorhanden sein. Bei Rechnungen mit vielen Positionen müssen Sie eine gesonderte Geschenkliste mit den Namen der Empfänger sowie der Art und der Summe des Geschenks erstellen.
  • Diese Aufwendungen müssen auf ein besonderes Konto der Buchführung „Geschenke an Geschäftsfreunde“ – getrennt von allen anderen Kosten – gebucht werden.

Bekommt ein Geschäftspartner in einem Jahr Geschenke für mehr als 40 Euro oder werden die formellen Voraussetzungen nicht beachtet, sind diese Geschenke insgesamt nicht abzugsfähig. Hinzu kommt: Für den nichtabzugsfähigen Nettobetrag zahlen Sie dann noch Umsatzsteuer.

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