Diverses Steuerberater voll absetzen

Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt, doch am Ende ohne Erfolg. Gegen den Widerstand von Steuergewerkschaft, Bund der Steuerzahler sowie Verbänden und Kammern der Steuerberaterzunft strich Berlin den Sonderausgabenabzug für Beraterhonorare - und zwar ab 1. Januar 2006.

„Wir schaffen Ausnahmetatbestände ab“, freut sich
Finanzminister Peer Steinbrück und rech­net mit 600 Millionen Euro Steuer­einnahmen extra. Das wird sich jedoch als Fehlkalkulation erweisen, meinen jedenfalls die Steuerberater.

Grund: „Die laufenden Beratungskosten bleiben auch nach neuem Recht fast vollständig absetzbar“, erklärt Nora Schmidt-Keßeler, Hauptgeschäftsführerin der Bundessteuerberaterkammer. Das funk­tioniert aber nur, wenn die Gebühren zur Ermittlung des Firmengewinns oder der übrigen Einkünfte dienen (etwa Gehalt, Mieten, Zinsen). Konsequenz: Jetzt deklariert man sie eben nicht mehr als Sonderausgaben, sondern zieht sie als Betriebsausgaben oder Werbungskosten jeweils von den Einnahmen ab.

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Nicht mehr absetzbar sollen dagegen die Kosten für das Ausfüllen der reinen Steuererklärung sein (Hauptvordruck) – durchweg der kleinste Teil der Rechnung. Schmidt-Keßeler prognostiziert: „Insgesamt kein Beitrag zur Vereinfachung, und nennenswerte Mehreinnahmen wird es für den Finanzminister nicht geben.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2006, Seite 101, nachlesen.

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