Diverses Steuerfalle für Händler

Peter Müller (Name geändert) ist mit ausländischen Kunden bestens im Geschäft. Zu den Gründen dafür gehört, dass der Berliner Elektrohändler Käufern aus Ländern außerhalb der EU (Drittstaaten) die Umsatzsteuer erstattet – und diesen Rabatt als Marketing-Instrument einsetzt. Doch jetzt hat er Ärger mit dem Finanzamt.

Die Behörde fordert einen Teil der Umsatzsteuerbeträge nach. Denn er habe sich von Betrügern düpieren lassen. Dem Firmenchef
droht ein kräftiger Verlust.

Das kann jedem Einzelhändler passieren, der ins Tax-Free-Shopping eingestiegen ist. Und das sind nicht wenige. Was ursprünglich nur ein
Randbereich war, stützt heute die Handelskonjunktur. An Kunden aus Drittstaaten verkaufen Fachgeschäfte und Kaufhäuser pro Jahr Waren im Wert von 25 Milliarden Euro – rund
sieben Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes.

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Vor Umsatz und Gewinn mit diesem Kundenkreis hat die Steuerbürokratie jedoch Hürden aufgebaut. So
muss der Einzelhändler nachweisen, dass die Käufer ihren ständigen Wohnsitz jenseits der EU-Grenzen haben. Und dass die Ware die EU verlassen
hat. Das bedeutet jede Menge Verwaltungsaufwand. Außerdem riskiert der Unternehmer kräftige Steuernachforderungen, falls im amtlichen
Nachweisverfahren irgendetwas schief läuft. „Selbst wenn er alle Sorgfalt walten lässt, ist er davor nicht geschützt“, warnt Gustav Meyer zu
Schwabedissen, Rechtsanwalt und Handelsexperte in Düsseldorf.

Genau dies bekommt jetzt Firmenchef Müller zu spüren. Vor der EU-Osterweiterung konnte er seinen
Kunden aus Polen (damals Drittstaat) die Umsatzsteuer erstatten. Und, wie Jahre später die Betriebsprüfer vom Finanzamt feststellten, der Händler wickelte alle Formalitäten korrekt ab.
Gemeinsam mit den Kunden füllte er den Abnehmernachweis auf dem Ausfuhrformular aus.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2005, Seite 102, nachlesen.

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