Diverses Steuerhinterzieher planen Klage gegen Fürstenbank

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Neue Rollenverteilung in der Liechtenstein-Affäre: Die ins Visier der Fahnder geratenen Steuersünder schlagen zurück. Laut Zeitungsbericht wollen sie die Fürstenbank LGT jetzt auf Schadenersatz verklagen. Der Vorwurf: Die Bank habe sie damals nicht schnell genug über den Diebstahl ihrer Daten aufgeklärt.

Die Liechtenstein-Affäre geht in eine neue Runde – diesmal allerdings in einer anderen Rollenverteilung: Jetzt wollen die Steuerhinterzieher, die im Zuge der Liechtenstein-Affäre aufgeflogen sind, die Liechtensteiner Bank LGT vor Gericht bringen. „Einige sind dazu wild entschlossen“, sagte der Vaduzer Rechtsanwalt und frühere Justizminister des Fürstentums, Heinz Frommelt, der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Steuersünder werfen der Bank des Fürstenhauses vor, sie nicht sofort informiert zu haben, als ein Mitarbeiter der Vaduzer LGT Treuhand 2002 Kundendaten gestohlen hatte. Der Angestellte hatte die Daten später dem Bundesnachrichtendienst zum Kauf angeboten.

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Juristen prüfen nun die Erfolgsaussichten für mögliche Schadenersatzklagen in Liechtenstein diese gegebenenfalls vorzubereiten, so Frommelt. Vorerst raten die Anwälte ihren deutschen Mandanten jedoch, zunächst ihre Probleme mit dem deutschen Fiskus zu lösen.

In Folge der Liechtenstein-Affäre laufen Hunderte von Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Am Freitag gab es das erste Urteil: Ein Immobilienmakler ist zwar einer Gefängnisstrafe entgangen. Er wurde allerdings zu einer Geldstrafe von rund acht Millionen Euro verurteilt.

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