Diverses Steuerpläne drücken Autoabsatz

Steuerpläne drücken Autoabsatz

Steuerpläne drücken Autoabsatz

Die Autohersteller spürten die geplante Erhöhung der Dienstwagensteuer. Die Dienstwagenbestellungen sacken um bis zu 20 Prozent ab.

Die deutschen Hersteller spüren bereits die Auswirkungen der im Koalitionsvertrag der rot-grünen Bundesregierung vorgesehenen Erhöhung der Pauschale für die private Nutzung von Dienstwagen von bisher 1 Prozent auf 1,5 Prozent.

Obwohl längst nicht klar ist, ob und wie die 50prozentige Dienstwagensteuer-Erhöhung kommt, reagieren die Käufer mit Kaufzurückhaltung. „Die Dienstwagensteuer ist bereits fest in den Köpfen der potentiellen Kunden verankert“, so die Kommentare mehrerer Automobilhersteller bei der AutoFuture-Studie des Center Automotive Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen. An der Umfrage beteiligten sich alle renommierten deutschen Automobilhersteller mit Ausnahme von Mercedes-Benz.

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Effekt der Steuerpläne: Im November 2002 brachen die Firmenwagen-Bestellungen der sogenannten Großkunden gegenüber November 2001 bei deutschen Autoherstellern um 17,1 Prozent ein. Im Dezember 2002 betrug das Minus gegenüber Dezember 2001 sogar 22 Prozent. Addiert man November und Dezember, liegt das Minus im Auftragseingang bei 19,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. In Fahrzeug-Verkäufen ausgedrückt sind dies knapp 8.000 Firmen-Fahrzeug-Bestellungen, die im November und Dezember 2002 gegenüber dem Vorjahr bei den an der Studie beteiligten Automobilhersteller verloren gingen.

Rechnet man diese Ergebnisse auf den gesamten Firmenmarkt in Deutschland hoch, sind im Zeitraum November und Dezember 2002 die Auftragseingänge der Firmenkunden in Deutschland um monatlich 10.000 Fahrzeuge zurückgegangen. „Nach unseren Recherchen entfallen dabei etwa zwei Drittel der Rückgänge – also gut 6.000 Auftragseingänge pro Monat – auf die derzeitige Unsicherheit bezüglich der 50prozentigen Dienstwagensteuer-Erhöhung“ sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR.

Setzt sich der negative Trend im Auftragseingang fort, muß mit Produktionseinschränkungen bei den Automobilherstellern gerechnet werden. Die Inlands-Auftragspolster der Autohersteller sind im Winter 2002/2003 auf ihren niedrigsten Stand seit fast 10 Jahren gefallen. Damit leben die deutschen Autohersteller nur noch vom Export.

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