Diverses Steuerrabatt für Firmenerben

Reinhard Klimasch: Resortleiter Steuer

Reinhard Klimasch: Resortleiter Steuer© Florian Schwinge

Punkt eins - der mittägliche Kommentar auf impulse.de zu aktuellen Themen rund um den Mittelstand. Heute: Reinhard Klimasch, Ressortleiter Steuer, über mögliche Nachbesserungen bei der Reform der Erbschaftssteuer, die kleinen und mittleren Unternehmen de facto aber wenig bringen werden.

In Sachen Erbschaftsteuerreform geben sich die Sozialdemokraten kompromissbereit. Damit die Unternehmerfamilie den größten Teil der Steuer erlassen bekommt, müssten die Nachfolger die Firma nicht unbedingt 15 Jahre unverändert fortführen. Zehn Jahre reichten auch, signalisiert SPD-Fraktionschef Peter Struck. Doch das hilft nicht wirklich weiter. Derart lange Fristen sind ökonomischer Unfug.

Ob 15 oder zehn Jahre: Für Firmenerben bleibt die neue Erbschaftsteuer eine schwere Hypothek. Unternehmen sind nur wettbewerbsfähig, wenn sie flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Wer das mit Blick auf drohende Steuerzahlungen versäumt, wird doppelt bestraft. Muss der Juniorchef die Firma im neunten Jahr umbauen und Mitarbeiter nach Hause schicken, kassiert das Finanzamt die volle Steuer ab. Das führt meist geradewegs in die Pleite. Wenn die Politik gleichwohl an zehn Jahren festhalten will, sollte sie dem Mittelstand mit einer Rabattstaffel entgegenkommen. Und Jahr für Jahr zehn Prozent der Steuer streichen. Das sichert Investitionen und Arbeitsplätze im Mittelstand.

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