Diverses Stichwort Selbstanzeige

Wer Angst hat, dass seine versteckten Einnahmen beim Finanzamt bekannt werden, kann zur Selbstanzeige greifen. Strafe muss er dann nicht mehr befürchten, die hinterzogenen Steuern aber nachzahlen.

Wer sich mehr oder weniger freiwillig steuerehrlich machen möchte, schickt dem Finanzamt einfach einen Brief, in dem er die diskreten Einnahmen nacherklärt. Das Wort „Selbstanzeige“ sollte er tunlichst vermeiden. Das signalisiert schon ein schlechtes Gewissen. Der Sünder sollte tunlichst auch über ein gut gefülltes Bankkonto verfügen, über das er frei verfügen kann. Denn die hinterzogene Steuer wird sofort fällig. Plus sechs Prozent Strafzuschlag – pro Jahr.

Der Zeitpunkt zählt. Eine Selbstanzeige macht nur dann richtig Sinn, wenn das Finanzamt noch keine Kenntnis von den Schwarzgeldkonten oder den „vergessenen“ Einnahmen hat. Stehen die Fahnder vor der Tür, ist es zu spät. In solchen Fällen kann die Mitwirkung an der rückhaltlosen Aufklärung des Sachverhaltes zumindest die Damen und Herren von der Strafsachenstelle und später auch den Richter gnädig stimmen. Wichtig, weil auf Steuerhinterziehung bis zu zehn Jahren Haft stehen.

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