Diverses Stimmt die Rechtsform noch?

Stimmt die Rechtsform noch?

Stimmt die Rechtsform noch?

Gerade jetzt kann es sich für junge Firmenchefs kräftig auszahlen, eine neue Unternehmensform zu wählen.

Die Versiko-Story ist filmreif:
1975 machen sich zwei Sozialarbeiter
auf, um umwelt- und friedensbewegte
Kunden politisch korrekt
zu versichern. „Heute bieten wir die
volle Bandbreite der Finanzierungs- und
Vermögensberatung“, berichtet
Mitgründer Alfred Platow. So wird aus
der „kollektiven Versicherungsagentur
Alfred & Klaus“ zunächst eine
GmbH mit bald mehreren Töchtern,
dann eine börsennotierte AG. In einer Hinsicht ist der Düsseldorfer
Finanzdienstleister allerdings
recht typisch: „Viele Unternehmen
wechseln ihre Rechtsform“, bestätigt
der Münchner Wirtschaftsanwalt und
Steuerberater Christian Sistermann
von der Kanzlei Freshfields Bruckhaus
Dehringer.

Tatsächlich gibt es gute Gründe,
die einmal gewählte Form wieder zu
verlassen. Nicht nur, dass Berlin zum
1. Januar 2004 erneut die Einkommensteuersätze
senkt, für manchen
Unternehmer also aus steuerlichen
Gründen der Wechsel lohnen könnte.
„Vor allem wenn Partner ins Boot
kommen oder das Haftungsrisiko
deutlich steigt, müssen Chefs neu
nachdenken“, rät Sistermann.

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Für junge Chefs gilt erst einmal die
Devise, mit möglichst simplen Konstrukten
zu starten. „Das sind im
Zweifel Einzelunternehmen oder
BGB-Gesellschaft“, rät Professor
Volker Breithecker, Gründerexperte
an der Uni Duisburg. Dann können
Gründer loslegen, ohne sich um
Stammkapital, Handelsregister und
Notarverträge kümmern zu müssen.
Zwar haften Einzelunternehmer
und BGB-Gesellschafter für Firmenschulden
mit ihren privaten Vermögen.
Was aber faktisch kaum eine Rolle
spielt, solange sich die Partner gegenüber
Banken und Lieferanten ohnehin
persönlich verbürgen müssen.

Das ändert sich, sobald auch ruinöse
Kundenforderungen dazukommen
könnten, vor allem wegen Lieferverzugs
oder Produktfehlern. Dieses
Risiko trifft verschärft etwa die
Bauhandwerker, High-Tech-Zulieferer,
Transport- und Verkehrsdienstleister,
Lebensmittel- oder Pharmaproduzenten.
„Solche Firmen kommen
um eine haftungsbeschränkende
Rechtsform kaum herum“, empfiehlt
Anwalt Sistermann.

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