Diverses Stimmung im Mittelstand stark verbessert

Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Nach einem Zwischentief im Vormonat habe das Geschäftsklima im Oktober überraschend stark angezogen, teilte die staatliche KfW-Bankengruppe am Montag bei der Vorlage des gemeinsam mit dem Münchner ifo-Institut ermittelten Mittelstandsbarometers mit.

Der Index kletterte um 4,0 Zähler auf 23,2 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren.

„Das anhaltend sehr gute Geschäftsklima ist ein starkes Signal, dass Deutschland im kommenden Jahr auch dank einer lebhafteren Binnennachfrage erneut eine Topposition im Wachstumsranking der Eurozone erreichen kann“, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch. Beim Realwachstum sei eine Zwei vor dem Komma aus heutiger Sicht realistisch.

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Der abermalige Anstieg bei der Bewertung der Geschäftslage sei im Oktober erwartet worden. Hingegen sei die Entwicklung der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate eine „faustdicke positive Überraschung“, erklärte die KfW: „Dass sich der deutsche Mittelstand auch von den drohenden globalen Belastungen aus der schwachen US-Konjunktur, der leichten Abkühlung in Asien, den ungelösten Strukturproblemen in der Europeripherie sowie der absehbar restriktiven Fiskalpolitik nicht beeindrucken lässt, spricht für sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.“

Irsch betonte jedoch, dass die Luft mit jedem Schritt nach oben immer dünner werde: „Globale Konjunkturrisiken sind durchaus vorhanden, denen sich das exportorientierte Deutschland wohl kaum vollständig entziehen kann.“ Nach der Umfrage dürften die Betriebe aber weiterhin Stellen schaffen: „Der Abbau der Arbeitslosigkeit dürfte sich angesichts dieser Zahlen auch in den kommenden Monaten fortsetzen.“

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