Diverses Stimmung trübt sich leicht ein

Die Stimmung im deutschen Mittelstand trübt sich angesichts der Schuldenkrise in Südeuropa leicht ein. Ein entsprechender Geschäftsklimaindex sank um 0,3 Zähler auf 13,6 Punkte, wie die KfW am Donnerstag zu ihrem gemeinsam mit dem Münchner Ifo-Institut errechneten Mittelstandsbarometer mitteilte.

„Der seit Frühlingsbeginn verstärkte Aufwärtstrend, der im April mit einem neuen monatlichen Rekordanstieg seinen bisherigen Höhepunkt gefunden hatte, wird dadurch kaum relativiert“, schrieben die Experten.

Für das zweite Quartal sei ein hohes Wirtschaftswachstum „praktisch sicher“, sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch.

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Etwas ungünstiger als im Vormonat beurteilten die Mittelständler ihre gegenwärtige Lage und die Geschäftsaussichten. Positiver entwickle sich das Geschäftsklima bei den Großunternehmen. Hier laufen vor allem die gegenwärtigen Geschäfte besser. Die Firmen wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen, schrieben die Experten.

Irsch warnte jedoch vor allzu großem Optimismus. Nach dem Frühjahrsquartal werde die Wachstumsdynamik deutlich nachlassen, vor allem angesichts der weltweiten Sparanstrengungen. Das werde die Nachfrage belasten und damit die deutschen Exporte dämpfen, sagte er. „Folglich muss man sich perspektivisch darauf einstellen, dass der lange Anstieg beim Geschäftsklima demnächst wohl zu Ende gehen wird.“

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