Diverses Stipendienwettbewerb zur Förderung des Mittelstandes

Die Initiative "Stipendien für Führungsnachwuchs" bietet Mitarbeitern aus mittelständischen Unternehmen jetzt die Chance, eins von 16 Stipendien für einen Fernstudiengang Betriebswirtschaftslehre zu gewinnen. Auf diese Weise sollen Firmenschließungen aufgrund fehlender Nachfolger reduziert werden. Die Teilnahmefrist wurde bis zum 31. Dezember 2004 verlängert.

Um das Thema Unternehmensnachfolge in Deutschland inhaltlich zu beleben, haben der Bundesverband Junger Unternehmer e.V. (BJU), die Arbeitsgemeinschaft selbständiger Unternehmer e.V. (ASU) und die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) den Stipendienwettbewerb ins Leben gerufen. Er ist als Motivation für die Unternehmer und Mitarbeiter gedacht, sich frühzeitig mit der Entwicklung unternehmerischer Führungsverantwortung zu beschäftigen.

Allein im Jahr 2003 mussten in Deutschland mehr als 5000 Unternehmen schließen, weil sich kein Nachfolger fand. Gut 32.000 Arbeitplätze gingen hierdurch verloren. „Die Aufgabe von eigentümergeführten Unternehmen trifft aber nicht nur die Arbeitnehmer, sondern darüber hinaus auch die Geschäftspartner; sie schwächt den Mittelstand und damit die deutsche Wirtschaft insgesamt“, betont die BJU-Bundesvorsitzende Karoline Beck.

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Häufig sind langjährige Mitarbeiter in führenden Positionen tätig, denen zur Unternehmensnachfolge noch entscheidende betriebswirtschaftliche Qualifikationen fehlen. Dies kann Führungskräfte aus technischen Bereichen ebenso betreffen wie Vertriebsmitarbeiter oder langjährige Mitarbeiter, die eine berufliche Ausbildung im Betrieb durchlaufen haben.

Der Fernstudiengang Betriebswirtschaftslehre mit dem vollwertigen Hochschulabschluss Diplom-Betriebswirt/in (FH) an der staatlich anerkannten Hochschule, die im aktuellen CHE-Hochschulranking unter den TopTen geführt wird, bietet dafür beste Vorraussetzungen.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von mindestens 750.000 Euro vorweisen. Eine Experten-Jury aus Wirtschaft und Lehre wählt aus dem Bewerberfeld jeweils einen Stipendiaten je Bundesland aus.

Unternehmer, die sich gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter am Wettbewerb beteiligen, begründen in einem Bewerbungsbogen, warum der Mitarbeiter besonders für das Stipendium geeignet ist.

„Wir vergleichen die Leistungsbereitschaft und Perspektiven für eine Unternehmensübernahme. Wenn Unternehmer und Mitarbeiter gemeinsame Wege beschreiten ist das der beste Erfolgsfaktor für das Gelingen unserer Initiative“, erklärt Professor Dr. Bernt R. A. Sierke, Präsident der PFH. Bis jetzt haben rund 70 Unternehmen aus Deutschland Teilnahmeunterlagen abgefordert, noch ist das Rennen um die Stipendienplätze offen.

Bewerbungen, die bis zum 31. Dezember (Datum des Poststempels) in der Hochschule eingehen, werden berücksichtigt. Bewerbungsunterlagen gibt es bei der Privaten Fachhochschule Göttingen, Claudia Henne, Telefonnummer 0551 / 547 00 500 oder per E-Mail unter henne@pfh-goettingen.de.

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