Diverses Studie zeigt: Sparpanik nimmt zu

Zinssteuer bleibt Dummensteuer

Zinssteuer bleibt Dummensteuer

Unternehmen versuchen die Stückkosten zu senken. Druck auf Zulieferer wächst. Einschnitte werden dieses Jahr noch heftiger.

Ariba Inc., Anbieter für Enterprise Spend Management (ESM)-Lösungen, veröffentlicht die Ergebnisse einer mit der London Business School gemeinsam durchgeführten Studie über das für 2003 geplante Ausgaben Management-Verhalten europäischer Unternehmen.

‚The European Spend Agenda 2003‘ wurde bei 200 Einkaufsleitern der größten europäischen Unternehmen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Benelux durchgeführt.

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Die Studie deckt einen Trend zur „Sparpanik“ auf, nachdem sich Unternehmen bereits ein zweites Jahr zu kurzfristigen Kostensenkungsmaßnahmen gezwungen sehen. Highlights der Untersuchung:

  • Rückgang der Ausgaben in 2002: 55 Prozent der europäischen Unternehmen geben an, dass sie der wirtschaftliche Abschwung bereits Anfang 2002 dazu veranlasste, weniger einzukaufen. Die durchschnittliche Kürzung der Beschaffungsausgaben betrug 12 Prozent.

  • 2003 führt zu weiterem Ausgabenrückgang: Neun von zehn Unternehmen versuchen, den Stückpreis der zu beschaffenden Güter zu senken – vor einem Jahr waren es erst fünf von zehn.

  • Druck auf Zulieferer weiter verstärkt: 69 Prozent der Unternehmen planen die Verringerung der Anzahl ihrer Lieferanten.

„Sobald die Konjunkturschraube in der Europäischen Wirtschaft anzieht, scheinen die Unternehmen in eine Art ‚Sparpanik‘ zu verfallen“, meint Peter Bernard, Marketing Director Central Europe von Ariba. „Sie versuchen mit allen Mitteln, ihr Beschaffungsvolumen zu reduzieren und fahren, verursacht durch externen Druck, die Kosten aller Produkte auf ihrer Einkaufsliste runter, ohne strategisch über die Konsequenzen für ihr Unternehmen nachzudenken.

Die Wirtschaft spürt bereits die Folgen der Kostensenkungen des vergangenen Jahres. Es sieht so aus, als bewegten wir uns auf einen doppelten Ausgabenrückgang zu, da die Verhandlungen der Firmen in diesem Jahr noch heftiger werden.“

„In diesem Jahr werden die Einschnitte noch gravierender“, bekräftigt Jamie Anderson, Programme Director und Forscher im Centre for Management Development bei der London Business School. „Die durchschnittlich geplante Reduzierung des zu beschaffenden Volumens beträgt 12 Prozent im Vergleich zu 10 Prozent im letzten Jahr.“

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