Diverses Super Helden, blaue Wesen, grüne Monster und lustige Knetmännchen

Weihnachtszeit: Draußen ist's dunkel und die Schneeflocken fallen vom Himmel. Also Adventskerze anzünden, Gewürzkuchen bereitlegen, Tee kochen und einen schönen Film einlegen. Impulse.de hilft bei der Filmauswahl.

Ob als Geschenk unter dem Tannenbaum, für einen besinnlichen Sonntagnachmittag oder als Basis für einen spannenden Kinoabend auf dem Sofa. Die DVD-/Blu-ray-Neuerscheinungen:

Salt

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Evelyn Salt (Angelina Jolie) eine Geheimagentin des CIA. Eine der Besten. Selbst Gefangenschaft in Einzelhaft und Folter können sie und ihr Loyalität zu den USA nicht brechen. Doch schließlich wird sie von einem Überläufer beschuldigt, eine russische Schläferin zu sein. Dieser ist so überzeugend, dass sie sich gezwungen sieht vor ihren eigenen Kollegen flüchten. Es beginnt eine Jagd nach ihr, vor allem aber nach der Wahrheit.

Schwer vorstellbar, dass die Titelrolle in diesem Action-Thriller eigentlich Tom Cruise übernehmen sollte. Ist es doch gerade Angelina Jolie, die dieser eher konventionellen Agentenjagd von Regisseur Phillip Noyce das gewisse Etwas verleiht. Als Evelyn Salt kann die Schauspielerin ihr Talente voll zum Einsatz bringen. Sie rennt, kämpft und schießt im selben Maße überzeugend, wie sie den Wandel von der vermeintlich unschuldig Verdächtigten zum eiskalten Racheengel darstellt.

Dass die Story dabei an vielen Stellen etwas durchsichtig und vorhersehbar ist verzeiht man Noyce, schafft er es doch, seine Hauptdarstellerin unterhaltsam und kurzweilig in Szene zu setzen.

Bewertung: 4 von 5

Ironman 2

Superhelden wie Batman, Spiderman oder Superman setzten alles dran ihre Geheimidentitäten zu schützen. Nicht so Ironman. Am Ende des ersten Teils hat der Mann hinter der Eisenmaske sein Doppelleben der Öffentlichkeit preis gegeben. Daran schließt auch Teil zwei direkt an. Milliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) lässt sich als eiserner Ritter wie ein Popstar feiern und genießt seinen Ruhm in vollen Zügen.

Doch die Nachteile werden schnell offenbar: die Regierung will die Ironman-Technologie für sich beanspruchen und wo Superhelden fliegen sind Superschurken nicht weit. Diese setzten Ironman in Person des russischen Physikers Ivan Vanko (Mickey Rourke) und Justin Hammer (Sam Rockwell) ziemlich zu. Zu allem Überfluss leidet Stark dank des Minireaktors in seiner Ironman-Brust an einer Palladiumvergiftung.

Aber unser Held bekommt Kollegen an die Seite, mit denen er in der Organisation SHIELD zusammen gegen das Böse kämpft. Allerdings ist dies gleichbedeutend mit Konkurrenz für Stark-Darsteller Downey Jr.. Mit Samuel L. Jackson als Nick Fury und Scarlett Johansson als Black Widow betreten nämlich zwei starke Schauspieler die Bühne, die dem Hauptdarsteller einiges an Licht nehmen.

Ironman 2 lässt ein wenig die Spritzigkeit des ersten Teils vermissen, ist jedoch eine gelungene Popcorn-Superhelden-Beilage inklusive einiger Hinweise auf zukünftige Helden-Verfilmungen aus dem Hause Marvel Comics.

Bewertung: 3 von 5

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Er war das Filmereigis des Jahres, der Ursprung für den neuen 3D-Hype und er hat Computeranimation im Film in eine neue Dimension gehoben – im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum ein Rekord, den der Film „Avatar“ nicht gebrochen hat. Erfolgreichster Kinofilm aller Zeiten (nach „Titanic“), bestverkaufte DVD und Blu-ray in Nordamerika, um nur einige zu nennen. Regisseur James Cameron (eben „Titanic“) scheint einfach ein Händchen fürs Boxoffice zu haben.

Und dass, wo „Avatar“ alles andere als eine originelle Geschichte aufweisen kann. Zumindest Kenner der amerikanischen Geschichte oder von Disneys Geschichtsstunde „Pocahontas“, werden sich beim Ansehen des Sience-Fiction-Films ein ums andere Mal gedacht haben: „Das kommt mir aber verdächtig bekannt vor.“

Die Geschichte von einer vermeintlich zivilisierten Großmacht, die in das Land eines ebenso vermeintlich unzivilisierten, aber sehr esoterischen Naturvolks einfällt, erinnert sehr stark an die Ursprünge der amerkanischen Gesellschaft. Damals waren es die Neuankömmlinge aus der Alten Welt, die die Ureinwohner der Neuen (Indianer) gewaltsam zurück gedrängt und vertrieben haben. Die in dieser Zeit angesiedelte und in den US-Geschichtsbüchern verankerte Geschichte vom englischen Kapitän und Söldner John Smith, der sich in die „wilde“ Pocahontas verliebt und fortan für die Rechte der Indianer kämpft, deckt sich nahezu 1:1 mit der Story von „Avatar“. Hier sind es der Marine-Soldat Jake Sully und die Eingeborene Neytiri vom Volk der Na’vi, die dieses Band knüpfen – nur weit in der Zukunft, weit entfernt auf dem Planeten Pandora.

So vorhersehbar die Geschichte ist, so spannend und atemberaubend sind die Bilder die James Cameron einsetzt um sie zu erzählen. Dabei ist es fast schade, dass in der vorliegenden DVD/Blu-ray-Fassung die 3D-Technik nicht integriert ist. Eine entsprechende Disk ist zwar bereits produziert, wird dieser Tage jedoch nur mit Produkten aus dem Hause Panasonic vertrieben. Marketing lässt grüßen. Im nächsten Jahr kommt auch die 3D-Version in den Handel.

Doch auch ohne die dritte Dimension ist „Avatar“ ein Fest für die HD-verwöhnten Sinne (den Gehörsinn eingeschlossen!) und bietet allemal einen unterhaltsamen Videoabend.

Bewertung: 3 von 5

Für immer Shrek – das letzte Kapitel

Oh Schreck, nicht der schon wieder. Das jedenfalls wäre eine gut nachvollziehbare Reaktion auf den vierten Aufguss der Geschichte von dem grünen Sumpfmonster. Schließlich konnte spätestens der dritte Teil nicht mehr an den anarchischen Charme der Vorgänger ranreichen. Und ehrlich gesagt, daran krankt auch ein wenig das Finale der Shrek-Saga.

In diesem geht Shrek, mittlerweile durch Ehe und Familienleben arg gestresst, auf einen Handel mit dem zwielichtigen Rumpelstilzchen ein. Für einen Tag möchte er wieder in sein altes unbekümmertes Sumpfleben zurück. Natürlich ein Deal, bei dem der grüne Held das „Kleingedruckte“ nicht wirklich zu deuten weiß. So kommt es, wie es kommen muss und Shrek findet sich in einer Situation wieder, in der sein ganzes bisheriges Leben (und somit seine Familie und Freunde) zu verschwinden droht.

Die meisten Charaktere der Shrek-Welt konnten sich bereits in den ersten Teilen profilieren und durch ihre originell gezeichneten Wesenszüge begeistern. Ob Lord Farquaard, der Schönling Prinz Charming oder auch der wunderbare gestiefelte Kater, sie alle bereicherten die Crew um Shrek, Esel und Fiona. Shreks jetziger Gegenspieler Rumpelstilzchen bleibt dagegen eher blass.

Dennoch werden vor allem Fans des Ogers Spaß dem (vermeintlich) letzten Aufmarsch der Freunde aus dem etwas anderen Märchenland haben. Allen anderen sei die nächste Neuerscheinung ans Herz gelegt.

Bewertung: 2 von 5

Wallace & Gromit – The Complete Collection

Kaum zu glauben, aber Wallace & Gromit gibt es bereits seit 30 Jahren. Und sie sind Kult. Regisseur Nick Park und die Firma Aardman Animation haben mit dem stoischen Erfinder und seinem treuen Vierbeiner Stop-Motion-Animationen vom Fernseher bis in die Kinosäle der Welt getragen. Die beiden Helden erleben seitdem so phantasievolle Abenteuer, dass der Zuschauer vergisst, woraus die Beiden eigentlich geschnitzt sind: aus Knetmasse.

Jetzt ist mit „Wallace & Gromit – The Complete Collection“ nicht nur eine Sammlung mit den drei Kurzfilmklassikern „Alles Käse“, „Die Techno-Hose“ und „Unter Schafen“ erschienen, die Blu-ray enthält auch noch den Knetkrimi „Auf Leben und Brot“.

Darin haben Wallace und sein treuer Hund Gromit eine Bäckerei eröffnet. Der Laden läuft sehr gut, doch plötzlich ereignet sich eine geheimnisvolle Mordserie, deren Opfer ausgerechnet Bäcker sind. Die Mordart ist in allen Fällen dieselbe: Die Bäcker werden erstickt im eigenen Mehl aufgefunden. Klar, dass da auch Wallace ins Visier des Täters gerät.

Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur, dass Nick Park seine Helden erneut äußerst kurzweilig in Szene setzt. Fans und solche, die es nach der Sichtung dieser Sammlung werden, bekommen mit diversen Making-ofs der Filme und der Dokumentation „The Amazing World of Wallace and Gromit“ jede Menge Hintergrundmaterial rund um das Aardman-Universum.

Bewertung: 5 von 5

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