Diverses „Thin Skin“

Von einzigartiger Nähe zeugen die Fotografien von Ann Mandelbaum. Es ist vor allem der menschliche Körper, den die amerikanische Fotokünstlerin mit ihrem sensiblen Kamerablick erfasst und verfremdet. Damit berührt sie eindrucksvoll Themen unserer Gegenwart: Bodyshaping und Schönheitskult sind in aller Munde - in der Bildwelt Ann Mandelbaums geht es jedoch vor allem um die wehmütige Wahrnehmung des endlichen, sich wandelnden Körpers.

So ist zum Beispiel das Auge, wie Ann Mandelbaum selbst sagt, etwas, „das als Öffnung wie auch als Verschluss auftritt. Ich betrachte diese verwirrenden Stellen, an denen wir Menschen nicht wissen, ob wir eindringen oder uns zurückziehen, ob wir etwas ablehnen oder annehmen sollen.“

Neben den Fotografien zeigt die Ausstellung „Thin Skin“ auch eine Reihe skulpturaler Arbeiten Ann Mandelbaums. Dazu gehören ihre Silikonabgüsse von Händen, Füßen und Knien, aber auch ihre winzigen Objekte, die in der Vitrinenpräsentation an medizinische oder naturkundliche Kabinette erinnern und aus allernächster Nähe inspiziert werden können.

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Mit dem neuesten Werk „White Sites“ erobert Ann Mandelbaum das Medium Film: Dabei spielen die kurzen Sequenzen der Video-Arbeit auch auf dem Schauplatz des Körpers, diesmal des Gesichtes. Weit mehr als in den Fotografien und Skulpturen entfaltet die Künstlerin in diesen Capriccios spielerisch-humorvolle, mitunter groteske Züge.

„Thin Skin“ wird von einem umfangreichen Katalog begleitet. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Museum Canal de Isa-bel II (Madrid) und der Kunsthalle Göppingen entstanden.

Daten zur Ausstellung:

Ann Mandelbaum – Thin Skin

11. August bis 1. Oktober 2006

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

in der Alten Post

Viktoriaplatz 1

45468 Mülheim an der Ruhr

www.kunstmuseum-mh.de

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