Diverses Treffen der Generationen

Die Zusammenarbeit junger Mitarbeiter mit älteren Neuzugängen hat Tücken. Wie Chefs Probleme vermeiden.

Ende 2000 wuchs die Belegschaft der Firma Fahrion Engineering mal eben um ein Viertel. Und: „Von den 25 neuen Mitarbeitern waren 19 älter als 50“, berichtet Otmar Fahrion, geschäftsführender Gesellschafter des Projektentwicklungsbüros in Kornwestheim.

Zwischenbilanz nach fünf Jahren: Sechs Neuzugänge sind planmäßig im Ruhestand. Nur von zwei Älteren hat sich das Unternehmen getrennt, „weil ihr Arbeitsstil nicht zu uns passte“, so Fahrion. Weg sind allerdings auch drei jüngere Kollegen, die schon länger für die schwäbische Firma tätig waren. „Sie fühlten sich von den neuen Alten ins Abseits gedrängt“, vermutet der 65-jährige Chef, der sich auf der Strecke allerdings alle Mühe gegeben hatte, derlei Kulturschocks im Ansatz zu vermeiden.

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Dass Unternehmen künftig verstärkt auf ältere Beschäftigte setzen müssen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Und dies nicht allein deshalb, weil jüngere Fach- und Führungskräfte immer knapper werden.

Vielfach erweisen sich Know-how und soziale Kompetenz der Routi­niers um die 50 als unverzichtbar, um im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Firmen wie Fahrion Engineering oder auch Autozulieferer Brose werben sogar gezielt diese Arbeitnehmergruppe an, mit überraschenden Botschaften wie „Senioren gesucht“ oder „Zu alt für den Ruhestand?“.
Ihre Erfahrungen: überwiegend positiv.

„Viele vergessen jedoch, dass sich das Unternehmen kulturell auf die äl­teren Mitarbeiter vorbereiten muss“, berichtet Winfried Neun, Geschäftsführer der KOM Kommunikation- und Managementberatung in Allensbach.

Frühe und offene Kommunikation, altersübergreifende Teams oder Karriere- und Fortbildungsmöglichkeiten für alle sind solche Maßnahmen, mit denen sich das Treffen der Generationen im Arbeitsalltag optimal gestalten lässt. Andernfalls drohen Informations- und Motivationsverluste, Konkurrenzdenken und Einzelkämpfertum.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2006, Seite 64, nachlesen.

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