Diverses Trickdiebstahl kann Autohändler Versicherungsschutz kosten

Ein Trickdiebstahl kann einen Autohändler nicht nur seinen Wagen, sondern auch noch seinen Versicherungsschutz kosten. Das entschied das Frankfurter Oberlandesgericht in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil.

Ein Trickdiebstahl kann einen Autohändler nicht nur seinen Wagen, sondern auch noch seinen Versicherungsschutz kosten. Das Frankfurter Oberlandesgericht entschied in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil, dass ein Autohändler grob fahrlässig handelt, wenn er bei laufendem Motor das Fahrzeug verlässt, um einen angeblichen Kunden ans Steuer zu lassen. Das gelte zumindest, wenn er nicht zuvor die Identität des Interessenten festgestellt habe (Aktenzeichen: 7 U 54/01)

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Autohändlers gegen seine Kaskoversicherung ab. Der Kläger hatte bei einer Probefahrt bei laufendem Motor den Wagen verlassen, um auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. Der angebliche Kunde, der schon zuvor ausgestiegen und auf die Fahrerseite gegangen war, nutzte diesen Moment, um mit dem Wagen davon zu fahren.

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Das Gericht hielt dem Kläger vor, grob fahrlässig gehandelt zu haben. Gerade beim Kauf von Gebrauchtwagen müsse mit Trickdiebstählen gerechnet werden. Angesichts des grob fahrlässigen Fehlverhaltens des Klägers sei die Versicherung leistungsfrei geworden. Vor einiger Zeit hatte ein anderer Senat des Oberlandesgerichts Frankfurt bei einem ähnlichen Trickdiebstahl eines Motorrads dem Halter Versicherungsschutz zugebilligt (Aktenzeichen: 24 U 175/99).
dpa

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